Kathedralen waren damals nicht nur Steinmonumente, sondern auch immense Klanglaboratorien, in denen vor allem Komponisten und ausführende Musiker aus unserer Region über etwa 300 Jahre hinweg Musikgeschichte schrieben und die Musik in Europa dominierten. "Mit dieser Ausgabe zeigen wir, wie Architektur und Musik sich gegenseitig heben und inspirieren", sagt Bart Demuyt, Generalintendant und künstlerischer Direktor von AMUZ. "Wir lassen mittelalterliche Polyphonie in all ihren Facetten erstrahlen: von den ersten Experimenten mit Mehrstimmigkeit bis zu den raffiniertesten Sätzen höfischer Poesie". Weltspitze in Polyphonie-Interpretation und Aufführung
Das zehntägige Festival bringt erneut die absolute Weltspitze der 'Alten Musik' nach Antwerpen. Huelgas Ensemble und graindelavoix erkunden die Grenzen der mittelalterlichen Polyphonie, während Alla francesca jeune ensemble die frühesten mehrstimmigen Experimente zum Leben erweckt. Hespèrion XXI unter der Leitung von Jordi Savall taucht in die Marienverehrung des mystischen Llibre Vermell ein und Gothic Voices bringt Perlen aus der englischen Kathedralentradition. Darüber hinaus gibt es Mala Punica, das den Spuren des Lütticher Johannes Ciconia nachgeht. Laus Polyphoniae bietet einen Blick, nun ja, ein lauschiges Ohr wahrlich in das überraschend reichhaltige Arsenal an mittelalterlichen Liebesgeschichten. Dafür stehen Micrologus, Le Miroir de Musique, Ensemble Céladon und ApotropaïK ein.
Praktische Informationen
Laus Polyphoniae 2025 findet vom 22. bis 31. August 2025 an verschiedenen historischen Orten in Antwerpen statt. Der Ticketverkauf beginnt am Samstag, 8. März 2025. Tickets & Info: www.amuz.be