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Angela Gheorghiu eröffnet Saison des Antwerp Symphony Orchestra

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Angela Gheorghiu eröffnet Saison des Antwerp Symphony Orchestra

Nach dem peruanischen Tenor Juan Diego Florez war diesmal die rumänische Sopranistin Angela Gheorghiu eingeladen, um die Konzertsaison des Antwerp Symphony Orchestra in der Königin-Elisabeth-Halle festlich einzuleiten. Und sie kam nicht allein.

Gheorghiu brachte einen Landsmann mit: den Tenor Teodor Ilincai, der nicht nur mehrere Duette mit ihr sang, sondern auch als Solist auftrat. So konnte ein abendfüllendes Programm präsentiert werden, ohne dass sich die Diva zu sehr anstrengen musste! Natürlich gab es auch einige rein orchestrale Nummern für das Antwerp Symphony Orchestra unter der Leitung des rumänischen Dirigenten Ciprian Teodorascu.

Sie eröffneten das Konzert mit dem Walzer aus Faust von Gounod, Bizet kam mit der Aragonaise aus der Carmen-Suite zu Gehör, Peter Tschaikowski mit der Polonaise aus Eugen Onegin und aus Cavalleria Rusticana von Mascagni hörten wir das Intermezzo. Vier populäre Nummern mit Schwung, Glanz und Leidenschaft aufgeführt. Alle anderen Opernfragmente stammten aus italienischen Opern von Cilea, Leoncavallo, Puccini, Giordano und Catalani, mit Ausnahme von Bizets Carmen und zum Abschluss gab es noch das Stück Muzica von George Grigoriu (nicht im Programmheft erläutert).

Angela Gheorghiu begann ihren Auftritt mit der Arie Io son l'umile ancella aus Adriana Lecouvreur, einer Oper, die sie regelmäßig auf der Bühne singt und in der sie der großen französischen Tragödin Gestalt verleiht, eine Rolle, die ihr wie auf den Leib geschrieben ist. Es folgte ein Duett aus derselben Oper, in dem Teodor Ilincai ihr leidenschaftlicher Liebhaber Stimme verlieh. Sie sangen später auch das Schlusduett aus Andrea Chénier von Giordano, eine Oper, die Gheorghiu meines Wissens bislang noch nie auf der Bühne sang. Das erklärt wahrscheinlich, warum sie für diesen Abschnitt noch eine Partitur brauchte.

Nacheinander in ein weites schwarzes und rotes Kleid gehüllt, das Haar erst hochgesteckt, dann lose auf den Schultern, betrat und verließ Angela Gheorghiu die Bühne mit vorsichtigen kleinen Schritten, um dann das Publikum mit breiten Armbewegungen zu grüßen und ihre Stimme mit einem angepassten Repertoire in den Saal zu schicken. Diese Stimme hat im Laufe der Jahre etwas an Klangfarbe und Substanz verloren, besonders im Mittel- und tieferen Register, aber die Höhentöne werden immer noch treffsicher projiziert und Angela Gheorghiu kann interpretieren. Das bewies sie unter anderem in der gefühlvoll und schön nuanciert gestalteten In quelle trine morbide aus Puccinis Manon Lescaut. Diese Arie wurde eingeleitet von Carmens L'amour est un oiseau rebelle, eine etwas unerwartete, aber ziemlich sichere Wahl. Aus Madama Butterfly, einer Oper, die Angela Gheorghiu auf CD aufnahm, aber nie auf der Bühne singen wollte, hörten wir ein ausdrucksstarkes Un bel di vedremo und aus Catalani's selten gespielter Oper La Wally sang sie das bekannte Ebben? Ne andro lontano. Zwischendurch sang Teodor Ilincai, ein Sänger, der auch bereits in der Munt zu hören war, Arien aus Leoncavallos Pagliacci, Puccinis Tosca und Turandot und Giordanos Andrea Chénier mit einem kraftvollen, aber wenig geschmeidigen Tenor, der mehr als einmal unter Druck geriet.

Großer Erfolg für alle in einem vollbesetzten Saal, Blumen, viel Armschwenken und einige Zugaben. Das nächste Eröffnungsgala ist für 19. September 2019 geplant mit….? Der Name wird später bekannt gegeben.


  • WAS: Eröffnungskonzert der Konzertsaison des Antwerp Symphony Orchestra
  • WER: Angela Gheorghiu (Sopran) und Teodor Ilincai (Tenor) Antwerp Symphony Orchestra unter der Leitung von Dirigent Ciprian Teodorascu
  • WO & WANN: Königin-Elisabeth-Halle, Antwerpen 22. September 2018
  • FOTOS: © Petrica-Tanase, © Marius Baragan, © Antwerp Symphony Orchestra
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