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Astoria Concerten leben in dem restaurierten Corinthia Grand Hotel Astoria Brussels wieder auf

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Astoria Concerten leben in dem restaurierten Corinthia Grand Hotel Astoria Brussels wieder auf
© Gautier Delco

Am Sonntag, 14. September eröffnet eine neue Saison der Astoria Concerten im Corinthia Grand Hotel Astoria Brussels mit einem Recital des belgischen Pianisten Valère Burnon. Damit beginnt ein neues Kapitel einer Geschichte, die vor mehr als einem halben Jahrhundert begann und die nun wieder einen festen Platz im Brüsseler Kulturleben einnehmen möchte.

Ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte


Die Astoria Concerten wurden vor fünfzig Jahren gegründet und entwickelten sich zu einer führenden Konzertreihe, die fast vierzig Jahre lang die Brüsseler Musikagenda prägte. Sie waren bekannt für ihr Gleichgewicht zwischen etablierten Namen und jungen Talenten und ihrem ausgeprägten Sinn für Entdeckungen. Die Konzerte brachten Generationen von Musikliebhabern in einer Atmosphäre zusammen, die gleichzeitig verfeinert und gastfreundlich war.

Nach einer Ruhepause erlebten die Konzerte im Februar 2025 eine Wiedergeburt im Corinthia Grand Hotel Astoria Brussels. Dieses legendäre Hotel, gelegen am Warandepark, wurde kürzlich von der Corinthia-Gruppe komplett restauriert. Das Projekt wurde viel gelobt, weil es die Grandeur des historischen Gebäudes mit modernem Komfort zu versöhnen wusste. Im Herzen dieses Hotels befindet sich der Salon Elisabeth, ein außergewöhnliches Stück Brüsseler Erbe, das durch seine Architektur und Akustik einen perfekten Konzertsaal bildet. Die Rückkehr der Astoria Concerten an diesen Ort ist daher mehr als symbolisch: Sie ist eine Versöhnung von Vergangenheit und Zukunft, Erbe und Gegenwart.

Valère Burnon eröffnet die Saison


Die Ehre, die neue Saison zu eröffnen, ist dem belgischen Pianisten Valère Burnon vorbehalten, Drittpreisgewinner und Publikumspreis des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs Klavier 2025. Burnon, aus Lüttich stammend, beeindruckte beim Elisabethwettbewerb durch seine funkelnde Virtuosität, aber auch durch seine verfeinerte Musikalität und seine intensive Bühnenpräsenz. Sein Auftritt wurde von Presse und Publikum weitgehend gelobt, und viele sehen ihn als eines der großen Talente seiner Generation.

Für sein Recital am Sonntag, 14. September um 11.30 Uhr wählte Burnon ein Programm, das sich über drei Jahrhunderte der Musikgeschichte erstreckt. Er eröffnet mit der Sonate Nr. 31 in As, op. 110 von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827), ein Werk aus Beethovens später Periode, in der lyrische Intimität und strukturelle Komplexität Hand in Hand gehen. Danach steht das monumentale Prélude, Choral et Fugue von César Franck (1822 – 1890) auf dem Programm, ein Werk, das oft als eine spirituelle Reise beschrieben wird und die belgische Musikgeschichte weltweit auf die Landkarte setzte. Schließlich bringt Burnon A Flower's Dream des zeitgenössischen Komponisten Claude Ledoux (°1960) auf die Bühne, ein poetisches und introspektives Werk, das das Klavier eine Klangwelt erforschen lässt, die zwischen Traum und Wirklichkeit schwebt.

Eine reich gefüllte Saison


Die neue Saison der Astoria Concerten 2025–2026 bietet eine besonders vielfältige Palette an Stilen und Besetzungen. Bemerkenswert ist, dass die Programmierung nicht nur auf virtuose Glanzleistungen abzielt, sondern auch auf intime Musikerlebnisse und künstlerische Kreativität.

  • 28. September: Reinoud Van Mechelen (Tenor) und Anna Besson (Flöte) bringen ein Programm rund um die barocke Tradition, in dem Stimme und Instrument einen innigen Dialog führen.
  • 12. Oktober: das Pianoduo Eliane Reyes und Laura Mikkola erweckt die vierhändige Klaviertradition mit Werken aus dem romantischen Repertoire wieder zum Leben.
  • 26. Oktober: Cellist Kacper Novak und Pianistin Christia Hudziy bringen Kammermusik, die die Lyrik des Cellos und die Klarheit des Klaviers zusammenführt.
  • 9. November: Mezzosopranistin Albane Carrère, Altviolistin Elsa de Lacerda und Pianistin Magali Rischette präsentieren Kiki à Paris, ein Projekt, das das pulsierende kulturelle Paris der 1920er Jahre evoziert.
  • 30. November: Altviolist Marc Sabbah, Solist des Nationalen Orchesters von Belgien, zeigt die Vielseitigkeit und ausdrucksstarke Kraft seines Instruments.
  • 7. Dezember: Quatuor Coudenberg, ein junges und ehrgeiziges Streichquartett, nimmt das Publikum mit in die reiche Tradition des Quartettrepertoires.
  • 21. Dezember: die Saison wird festlich abgeschlossen durch das Ensemble Scherzi Musicali unter der Leitung von Nicolas Achten, das mit historisch informierter Aufführungspraxis immer wieder überrascht.

Die Bedeutung des Salon Elisabeth


Die Wahl des Salon Elisabeth ist mehr als eine praktische Entscheidung. Dieser Raum mit seiner eleganten Dekoration aus dem neunzehnten Jahrhundert und seiner ausgezeichneten Akustik ist ein Symbol der Brüsseler Musikgeschichte. Hier Musik zu hören bedeutet, Teil einer langen Tradition zu sein, in der Kultur, Gastfreundschaft und Raffinesse sich begegnen. Das Corinthia Grand Hotel Astoria möchte den Salon Elisabeth nicht nur als Erbe bewahren, sondern auch als einen lebenden Ort, an dem Musik wieder eine zentrale Rolle erhält.

Das Relancieren der Astoria Concerten ist nicht nur ein künstlerisches Unterfangen, sondern auch ein kultureller Akt. Brüssel ist eine Stadt, die sich einer reichen Musiktradition rühmen kann, von der Zeit César Francks bis zu den zeitgenössischen Kompositionen, die heute entstehen. Durch das Neubeleben der Astoria Concerten wird eine Verbindung zwischen dieser Tradition und der Zukunft hergestellt. Die Konzertreihe zeigt, dass klassische Musik nicht in einem Museum zuhause ist, sondern in einem lebendigen Dialog mit dem heutigen Publikum.

Ein Sonntagstermin


Die Astoria Concerten zielen eindeutig auf ein treues Publikum ab, das Qualität, Originalität und Intimität schätzt. Der Zeitpunkt – Sonntagmittag – macht daraus eine fast rituelle Verabredung: ein Moment der Schönheit und Stille im Herzen der Woche. Die Kombination aus künstlerischer Exzellenz, Kreativität und Offenheit macht diese Reihe erneut zu einem unverzichtbaren Ereignis in der Brüsseler Musikagenda.

Mit Valère Burnon als vielversprechendem Auftakt und einer Reihe von renommierten und innovativen Künstlern in den folgenden Monaten verspricht diese Saison ein Fest zu werden für alle, die klassische Musik und Brüsseler Erbe ins Herz geschlossen haben.

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