Bruno Cocset, ein hervorragender Botschafter des Barockcello, verwirklicht sich hier einen Teenager-Traum: die Aufnahme der Sonaten von Beethoven.
"Wenn wir sie von innen heraus wiederentdecken, überwältigt uns diese Musik: ihre Kunst der mise en abyme, ihre Fähigkeit, vom formalen Schema abzuweichen, soweit zu gehen wie der unkontrollierte Zornesausbruch oder die Tempopause... Von der Seite eines Champions des Metronoms (Beethoven hat an seiner Erfindung mitgewirkt) schafft dieser zwingende Griff nach Freiheit unermessliche Räume, die Ausführenden und Zuhörer in unbekannte, unvorhergesehene Tiefen stoßen... Das Klavier und das Cello sind während der gesamten Geschichte durch eine fruchtbare, durchdringende, erregende Komplementarität miteinander verbunden".
Auf dem Fortepiano spielt eine langjährige musikalische Partnerin, Maude Gratton, zwei verschiedene Instrumente, jeweils nach dem Charakter jeder Sonate ausgewählt: ein Wiener Klavier nach Johann Andreas Stein und ein originales John Broadwood aus dem Jahr 1822, ein Modell, das in Wien zirkulierte und das Beethoven selbst spielte. Um dieses Repertoire an der Grenze zwischen Klassik und Romantik aufführen zu können, hat Bruno Cocset ein neues Cello bei einem anderen treuen Partner bestellt.
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