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BelLISSAma - Engelenkoren

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BelLISSAma - Engelenkoren
© Herman Van Hove

't Is wieder voorbij die mooie zomer. Aber andere schöne Dinge liegen in der Luft. Die Konzertsaison ist in vollem Gange mit u.a. einer neuen Reihe von BelLISSAma, Oper und Belcanto. Die erste Ausgabe der Saison 2025-2026 verspricht gleich viel Schönes.

Sopran und Gastgeberin Lissa Meyvis teilt die Bühne mit ihrer Namensvetterin Sopran Lisa Willems (artist in residence in der Koningin Elisabeth Muziekkapel, wo sie von José van Dam, Sophie Koch und Stephane Degout begleitet wird). Ihr Gesang wird in den schönen Klavierklängen von Lester Van Loock eingehüllt. Drei Profis, die durch konsequente Disziplin zu einem Niveau evolviert sind, auf dem sie der Welt Schönheit schenken. Sie fischten wieder Perlen aus den Falten der Musikgeschichte. Mit viel Wärme begrüßt Lissa Meyvis das Publikum in ihrem musikalischen Universum. Dieses Themaprogramm ist um Engel aufgebaut. Die lebhafte und eloquente Gastgeberin Lissa fügt geistreich hinzu: "Es kann auch ein Lied aus dem 'Engel's dabei sein! Love it. Begonnen wird mit:

Panis angelicus – César Franck

Womit die beiden Sopranen uns sofort in die höchsten Himmelssphären führen. 'Panis angelicus' stammt aus den letzten zwei Strophen der Hymne Sacris solemnis, komponiert von Thomas von Aquino. Die Hymne drückt aus, dass Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden. Zwei Stimmen, die wunderbar verschmelzen, um einander wirbeln. Eine meisterlich wunderbare Begegnung zwischen den beiden Vokalisten und dem Instrumentalisten. Sie schaffen sofort ein magnetisches Feld.

La mer - Charles Trenet

Die Suche nach 'Engeln' führte manchmal über unerwartete Wege und in ganz anderen Kontexten als dem Himmel. Ja, auch in diesem wunderschönen Lied von Charles Trenet sind sie präsent: "La mer, au ciel d'été confond ses blancs moutons, avec les anges si purs. La mer bergère d'azur infinie…" In einer frischen Version von Lissa Meyvis.

Solitary Hotel – Samuel Barber

In diesem Lied beschreibt der amerikanische Komponist Samuel Barber die Dunkelheit des Herbstes eindrucksvoll und wunderbar. Lisa Willems bringt dieses komplexe Lied mit Elan vor. Pianist Lester Van Loock legt in seiner Begleitung dramatische Akzente. Sein Instrument kann singen und beißen, streicheln und Angst machen.

Jij bent mijn hemel – Toon Hermans

Lissa Meyvis hat eine besondere Verbindung zum Werk von Toon Hermans. Zusammen mit Herman Van Hove stand sie bereits 110 Mal auf der Bühne mit dem Programm 'In de schaduw van Toon Hermans', in dem sie viele von Toons Liedern auf sublime Weise zu ihrer Sache macht. Diese Ode an seine Frau 'Rietje' trägt sie warm und ergreifend vor.

Ich ruf zu dir Herr Jesus Christ – Johann Sebastian Bach / Ferrucio Busoni

Diese wunderbare Musik von Bach für Orchester wurde von Ferrucio Busoni für Klavier bearbeitet. Er transformiert, ohne die ursprüngliche Essenz zu verlieren. Lester Van Loock trägt dieses beeindruckende Werk mit dem Glanz der Läuterung vor.

Gehen wir ins Chambre Séparéé – Richard Heuberger

Dies ist eigentlich ein Duett für Mann/Frau. Aber die beiden Damen packen es an. Mit ein wenig Vorstellungskraft und der Einfühlung beider Damen, ganz Verführung, wurde daraus ein funkelndes Duett.

Song Of A Night Club Proprietress – Madeleine Dring

Ein jazzy Lied von Madeleine Dring. Der erste Anblick eines Nachtclubs morgens nach einer Feier ist nicht gerade ermutigend und wird in diesem Lied beschrieben. Lisa Willems trägt es ausdrucksvoll vor.

Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestelt – Marlene Dietrich

Dieses Lied aus dem Film 'Der blaue Engel' machte die Diva Marlene Dietrich weltberühmt. Sie war mehr als ein Sexsymbol. Während des 2. Weltkriegs zog sie bis weit hinter die Linien, um die amerikanischen Soldaten mit ihrer Anwesenheit Mut zuzusprechen. Lissa Meyvis lässt alle Sphären und Gefühle mit großer Ungehemmtheit auf sich wirken. Sie fügt noch eine niederländische Strophe hinzu, in der die Rollen vom Lustobjekt zur entschiedenen Dame umgekehrt werden.

In This Heart – Sinead O'Connor

Ein wunderschönes Lied der verstorbenen Sinead O'Connor, eine fantastische Sängerin aber destruktiv. Dieses Lied wird von den Damen und Lester a capella vorgetragen. In diesem Lied werden tiefgreifende und schmerzhafte Emotionen und das darauffolgende Leid erforscht. Ein ergreifendes lyrisches Trio.

Wuthering Heights – Kate Bush

In diesem ersten Lied nach der Pause verspricht Lisa Willems eine eigene Version, auch Pianist Lester Van Loock lässt sich davon leiten. Es wird ein wenig improvisiert, aber letztendlich kehrt man zur wunderschönen Originalversion mit lauteren Harmonien zurück. Kate Bush wurde durch das Buch von Emily Bronte inspiriert, in dem die turbulente Liebesaffäre zwischen Catherine und Heathcliff erzählt wird.

Pur ti miro – Claudio Monteverdi

Diese Arie aus der Oper L'Incoronazione di Poppea erzählt die Geschichte von Kaiser Nero und seiner Mätresse Poppea. Liza und Lissa messen sich gegenseitig mit Stimmakrobatik und lang gehaltenen Klängen. Sie erforschen das Himmelgewölbe des Klangs.

Ten Minutes ago – Rodgers & Hammerstein

Dies ist ein Duett für Mann und Frau aus dem Musical 'Cinderella'. Für Lissa Meyvis ist nichts unmöglich, sie singt beide Partien mit Einfühlung und Überzeugung.

Echoes – Noël Villazon

Lester Van Loock kündigt eine Weltpremiere an, eine meditative minimalistische Komposition eines guten Freundes. Sein zweiter Name ist „Angelo". Also auch hier ist ein Engel im Spiel. Mitgerissen von seiner Interpretation musste ich unwillkürlich an einen Spaziergang denken, einen stetigen Rhythmus und dann sieht man plötzlich von allem etwas: Farben, Formen.

Senza mamma – Giacomo Puccini

Diese wunderbare, geladene Arie stammt aus der Oper Suor Angelica. Schwester Angela hat ein Geheimnis. Sie hat ein Kind. Sie wurde davon getrennt und in ein Kloster verbannt. Ein Familienmitglied kommt, um ihr die traurige Nachricht zu überbringen, dass ihr Söhnchen gestorben ist. Liza Wllems lässt den Text auf eine Weise leben, die man nicht so schnell vergisst, in einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Intimität und Intensität.

O sorella, sorella – Giacomo Puccini

Lissa Meyvis bringt als Gegenpol ein weniger bekanntes und heiteres Lied desselben Komponisten. Immer in einem feinen Dialog zwischen Solistin und Begleiterin.

True love – Cole Porter

Beide Soprane bringen den Evergreen von Cole Porter aus dem American Songbook, pure Nostalgie. Liebe und ein Schutzengel ist präsent: For you and I have a guarden angel.

Johnny – Cabaret song

In diesem etwas jazzigen Nummer schöpft Lisa Willems gesangstechnisch alles aus dem Vollen.

Zachtjes breken – Adele Bloemendaal

Lissa Meyvis steht da rührend. Mit einer entwaffnenden naiven Verspieltheit singt und trägt sie den Text vor, aber es steckt auch ein unheilvolles Unterton darin. Kein Engelchen, sondern ein Teufelchen lässt hier seine Wütereien los. Gefärbt und geschichtet. Wie diese Performerin mit ihrer Mimik und Stimmintotation ein Lied zum Leben erwecken kann, ist einzigartig. Sie sorgt für innere Belustigung und Bewunderung.

Dieses Konzert wird mit zwei Duetten abgeschlossen:

Abends will ich schlafen gehen aus Hans und Gretel von E. Humperdinck und Tausend kleine Engel singen aus Die Csárdásfürstin von Emmerich Kalman. Als Zugabe folgt noch das Lied „Angel" als eine große musikalische Gruppenumarmung.

Es war ein fantastischer musikalischer Morgen, der Himmel auf Erden.

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