Was bringt 2025? Wir werden auf eine Achterbahn von Naturkatastrophen, Kriegen und Leid mitgerissen. Glücklicherweise gibt es Künstler, die auch die schönen Dinge im Leben beleuchten, wie Freundschaft durch dick und dünn. Kein Neid in ihrem professionellen Werdegang und ihren Erfolgen, sondern Bewunderung füreinander.
BelLISSAma präsentiert: Get Happy, ein Neujahrskonzert im Miniformat in einer fröhlichen Mischung aus jazzigen Klassikern, klassischen Musicals, Oper und allem dazwischen, mit Schwung und Gefühl präsentiert von drei Protagonisten: Sopranistinnen Lissa Meyvis und Alexandra Franck sowie klassischer Pianist Lester Van Loock. Sie erzählen ihre Freundschaftsgeschichte in einer Collage von Nummern. Insgesamt eine beeindruckende Setlist. Dabei wechseln sie von funkelndem Humor zu Intensität in einem Wirbel von Energie, Akkorden und Tonleitern. In gegenseitiger Absprache haben diese musikalischen Abenteurer – die nur Genregrenzen – verschwimmen lassen in einer großzügigen Einladung zuzuhören, mehr über ihren professionellen Werdegang zu erfahren und dich auf den Klängen von Musik mitzunehmen, die die Vorstellungskraft nährt. Ein dynamisches Ensemble flexibler, engagierter Performer. Divertimento im weitesten Sinne des Wortes. Musik durch die Jahrhunderte hinweg und die einen dominanten Platz in ihrem Leben einnimmt. Im Rahmen von zwei Stunden wechseln sich kontrastierende Gefühle im Schnelltempo ab. Mal gewinnt die Freude über die Traurigkeit, dann wieder umgekehrt. Alles ist Bohème, ungezwungen, unkonventionell aber klasse- und stilvoll
Anmut, Charme, Talent und Intellekt beschreiben dieses Trio am besten. Sie haben sich durch harte Arbeit ihren Platz im kosmischen Mutterschoß erobert.
Lissa Meyvis ist die Gastgeberin von BelLISSAma, ein wandelndes Charismapaket. In ihrer strahlenden Selbst: elegant, koketterie und redegewandt, genau wie ihre Freundin Alexandra Franck.
Das Liedrecital Gesang-Klavier beginnt mit 'Peas In A Pod' (Grey Gardens), die Lyrics könnten nicht passender sein: Lissa und Alexandra, zwei Hände auf einem Bauch. Anschließend 'The Swing' aus The Daysy Chain. Als Alexandra Franck dieses Lied hörte, wurde der erste Samen gepflanzt, um sich in Musik auszubilden. Es erfordert vom Interpreten Notenakrobatik. Dieses Lied steht auch für ihr gemeinsames Interesse.
Lissa Meyvis singt das schöne 'Süsse stille und sanfte Quelle' von Georg Friedrich Händel. Die neun Arien, die er schrieb, gehören zu seinen am besten gehüteten Geheimnissen. Die Texte stammen aus Brockes' Irdische Vergnügen in Gott, einer Anthologie, in der die Schönheit der Natur und ihre Auswirkungen auf den Menschen als Beweis von Gottes Schöpfung angesehen werden. Mit ihrer reinen, klaren Stimme und ihrem Gespür für Phrasierung bietet sie eine bezaubernde Aufführung von Musik, die im Wesentlichen von Verzauberung handelt. Ganz zufällig war auch eine Flötistin im Publikum anwesend (Freundin des Pianisten). Gesang, Klavier und der warme Ton der Flöte sorgen für Tonmalereien und Harmonie.
Lester Van Loock ist schon immer von klassischer Musik begeistert gewesen, hat aber auch seine guilty pleasures und lässt das Publikum an 'Seashells and Sandcastles' von Herman Beeftink teilhaben. Ein ziemlich minimalistisches Klaviersolo des niederländischen Komponisten, das auch als Filmmusik verwendet wurde. Sehr melodisch in der Natur. Ein
stimmungsvolles New-Age-Stück mit romantischen Harmonien.
Dann singen beide Damen ein Duett, das eigentlich keines ist: 'Simply Melody' von Irving Berlin. Ein Lied aus dem Musical Watch Your Step von 1914.
Lissa Meyvis bringt anschließend ihr Lieblingslied aus dem Zyklus 'Chevaux de bois' von Claude Debussy auf Text von Paul Verlaine. Abenteuer auf dem Karussell. Es erfordert vom Interpreten eine rasend schnelle Diktion. Aber kein Problem für diese Klassebeste.
'La Coccinelle' ist eine Mini-Oper von Georges Bizet. Alexandra Franck ist die ideale Interpretin, um die Unbeholfenheit des verliebten Jungen zu illustrieren.
Lissa Meyvis ist ganz in ihrem Element, wenn sie 'I Hate Music! But I like to sing von Leonard Bernstein, eine Contradictio in terminis, ein echtes Zungenbrecher, aufführen kann.
Ein Moment der Introspektion und Alexandra Franck taucht in die gefühlvolle Arie 'Tu che de gel' aus Turandot von Giacomo Puccini. Einsamkeit und sich isoliert fühlen sind zeitlos. Eine beeindruckende Aufführung, sowohl stimmlich als auch emotional, die einem an die Kehle greift.
Für einen Solo-Moment wählte Lester Van Loock die 'Mondscheinsonate' von Ludwig van Beethoven. Sie gehört zu den berühmtesten Klavierwerken, die der Komponist schrieb. Er widmete dieses Werk der 16-jährigen Gräfin Giullietta Guicciardi, einer Schülerin, in die er sich verliebt hatte. Lester Van Loock weiß Klang- und Farbeffekte mit seiner charakteristischen Expressivität zum Leben zu erwecken, dunkel und hell zugleich.
Lissa Meyvis schlüpft ganz in die Rolle der Freundin, die eine unsichere Braut mit 'Einst Träume meiner sel'gen Basen' eine Arie aus Der Freischütz' von Carl Maria von Weber aufzuheitern weiß.
Der erste Teil wird mit dem wunderschönen 'I still believe' aus dem Musical Saigon von Claude-Michel Schönberg. abgerundet. Ein Duett. Zwei Frauen verliebt in denselben Mann. Eine zerrissene Frau, die weiterhin hofft.
Der zweite Teil beginnt mit einem Werk von Kurt Weill 'Berlin im Licht'.
Ein weiteres Duett ist das Lied 'Ah guarda sorella' aus Così fan tutte von W.A. Mozart. Ein flotter Nummernstoff, bei dem Amore in allen Tonarten um die Ecke kommt, auch die Klavierbegleitung ist spielerisch. Die Schwestern Fiordiligi und Dorabella sind verzweifelt über die Untreue ihrer Geliebten. Bald schon verwandelten sie ihre Ode an Amor in einen kühnen Aktionsplan.
Bei 'O Happy day' von Edwin Hawkins, mit Schwung und jede Menge Lebensfreude gesungen von Lissa Meyvis wird das Publikum eingeladen, unter der fachkundigen Leitung der Dirigentin Alexandra Franck mitzusingen.
In 'Lulabby Of Birdland' einem Jazzstandard von George Shearing kann Alexandra zeigen, worin sie glänzt. Noch etwas Scats obendrauf und du bist völlig verzaubert.
Wieder etwas Zeit für ein rein instrumentales Stück. Lester Van Loock ist nicht nur in der romantischen Literatur virtuos. Er wählte neueres Werk, die wunderbare, aber schwierige Partitur 'Prelude nr 1' von George Gershwin. Ein Beispiel für die frühe Musik des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss von Jazz. Sie bildet einen Meilenstein im amerikanischen Repertoire für Klavier solo.
Die beiden Damen singen 'Memory' aus dem Musical Cats von Anthony LloydWebber. Solostimmen verwoben mit einem Duett. Ein Lied, das sich in dein Gedächtnis eingräbt, ein Hook.
Alexandra Franck hat in ihrer Karriere viele Kurse gegeben, um Kinder ins Musicalgenre einzuführen, insbesondere in Kindermusicals. Das niederländischsprachige Repertoire ist jedoch schnell erschöpft. Sie beschloss dann, selbst zu übersetzen und bringt eine dieser Nummern 'Middle of a Moment' von James & The Giant Peach.
Danach setzt sie sich ans Klavier und begleitet sich selbst bei dem schönen 'Vincent' von Don McLean. Der sich für psychische Gesundheit avant la lettre einsetzt. Ein Lied mit einer Botschaft.
Lester Van Loock ist überall zu Hause, auch improvisieren geht ihm gut, unter dem Namen 'Marieke'.
Lissa Meyvis singt über die Kreation, auf die sie am meisten stolz ist 'Ik ben mama' eine Feder-Frucht von Toon Hermans.
Dieses Liederrezital wird abgeschlossen mit 'Happy Days Are Here Again & Get Happy' von Barbra Streisand und Judy Garland.
Es wurde erneut ein beeindruckender Musikbrocken, vorgetragen mit enormem Elan und Begeisterung. Sie geben jedes Mal das Beste von sich auf der Grundlage ihrer menschlichen und künstlerischen Qualitäten. Get Happy! Mission erfolgreich. Wir saßen völlig im Vibe, in dem das Bewusstsein für Zeit verschwindet. Das Publikum wurde sofort glücklich von der ansteckenden Musik und Gesang, dem leichtfüßigen Humor, den positiven Vibes tout court.