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Kreative Autoren sind Opfer der KI-Revolution

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Kreative Autoren sind Opfer der KI-Revolution

Generative künstliche Intelligenz (KI) verändert die Kreativwirtschaft rasant und bringt Technologieunternehmen ungekannten Reichtum. Für Autoren, Komponisten, Regisseure und andere Kreativschaffende bedeutet diese Entwicklung jedoch vor allem einen erheblichen Rückgang der Einnahmen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von PMP Strategy, durchgeführt im Auftrag von CISAC, der internationalen Konföderation der Urheberrechtsorganisationen. Sabam, die belgische Urheberrechtsorganisation, fordert die Politikverantwortlichen auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um eine fairere Einkommensverteilung zu erreichen.

Schockierende Zahlen zum Einkommensverlust

Die Zahlen aus der Studie sind alarmierend. Bis 2028 drohen kreative Schaffende weltweit 24% ihrer Einnahmen aus Musikrechten und 21% aus audiovisuellen Rechten zu verlieren. Dies bedeutet einen Gesamtverlust von €22 Milliarden, wovon €10 Milliarden auf den Musiksektor und €12 Milliarden auf den audiovisuellen Sektor entfallen. Gleichzeitig wächst der Markt für KI-generierte Musik und audiovisuelle Inhalte explosiv, von €3 Milliarden derzeit auf €64 Milliarden im Jahr 2028. Dieses Wachstum geht direkt zu Lasten der traditionellen Einnahmequellen von Schaffenden, da KI-generierte Inhalte in Vertriebskanälen wie Streaming-Plattformen bevorzugt werden.

Unlauterer Wettbewerb

KI-Dienste profitieren enorm von dieser Verschiebung. Ihre Einnahmen aus dem Musik- und audiovisuellen Sektor werden sich schätzungsweise von €0,3 Milliarden im Jahr 2023 auf €9 Milliarden im Jahr 2028 erhöhen. Viele dieser Einnahmen werden jedoch durch die unbefugte Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken generiert. Dadurch verlieren kreative Schaffende ihr wirtschaftliches Eigentum an Technologieunternehmen, die selbst nichts zur Schöpfung beitragen.

„Ohne Regulierung verlieren Autoren auf zwei Fronten," stellt der Bericht fest. „Einerseits durch die unbefugte Nutzung ihrer kreativen Werke durch KI-Modelle, andererseits durch die Verdrängung traditioneller Einnahmequellen durch KI-generierte Ausgaben."

Auswirkungen auf bestimmte Berufe

Die Auswirkungen von KI gehen über nur Musikautoren und Regisseure hinaus. Übersetzer, Untertitler und Synchronsprecher sind unter großem Druck, mit einem erwarteten Einkommensverlust von 56%. Auch Regisseure und Drehbuchautoren werden hart getroffen, mit Verlusten von jeweils 15% und 20%. Dies zeigt, dass die KI-Bedrohung viel breiter ist als nur der Musik- und audiovisuelle Sektor.

Sabam schlägt Alarm

Sabam weist auf den breiteren Trend einer digitalisierenden Kulturwirtschaft hin, in der sich die Position der Kreativschaffenden immer weiter verschlechtert. „Die Einnahmen eines belgischen Musikautors aus Streaming-Diensten und physischen Verkäufen betragen durchschnittlich nur €115 pro Monat," erklärt Steven De Keyser, CEO von Sabam. „Dieser Betrag ist seit 2012 unverändert geblieben, trotz eines Marktwachstums von fast 30%."

Darüber hinaus betont Sabam, wie andere Faktoren, wie die Einstellung traditioneller Fernsehgeräte und der Aufkauf von Rechten durch Streaming-Plattformen, die Situation weiter verschärfen. Schaffende erhalten unzureichende Kompensation für die wachsende Nutzung ihrer Werke auf Plattformen wie Spotify und VRT Max.

Aufruf zum Handeln

Sabam fordert Politikverantwortliche auf, bei der Entwicklung von Gesetzen die Interessen von Autoren in den Mittelpunkt zu stellen. Ohne ihren kreativen Beitrag gibt es keine Zukunft für die Kulturwirtschaft. Dieses Sentiment wird von Björn Ulvaeus, Vorsitzender von CISAC und Mitbegründer von ABBA, geteilt. Er betont, dass KI beeindruckende Chancen bietet, aber auch große Risiken mit sich bringt, wenn die Regulierung ausbleibt.

„Es ist wesentlich, dass wir Gesetze entwickeln, die die Rechte von Schaffenden schützen," stellt Ulvaeus fest. „So sichern wir eine KI-Umgebung, die menschliche Kreativität und Kultur schützt."

Fazit

Der Bericht von PMP Strategy betont, dass dringende Maßnahmen erforderlich sind, um die Position der Kreativschaffenden in einem sich schnell verändernden digitalen Markt zu schützen. Sabam schließt sich dem an und fordert Gesetze, die die Rechte von Autoren stärken und eine faire Einkommensverteilung garantieren. Nur so kann die Kreativwirtschaft in einem Zeitalter technologischer Disruption gedeihen.

Lesen Sie die vollständige Studie von PMP Strategy hier und entdecken Sie, wie KI die Musik- und Audiovisualwirtschaft transformiert.

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