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Dirigent Iván Fischer erhält Concertgebouw Preis

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Dirigent Iván Fischer erhält Concertgebouw Preis
© Eduardus Lee, Milagro Elstak, Jessie Kamp

Wer kennt ihn nicht, den sympathischen, freundlichen, durch und durch talentierten, reinen musikalischen Menschen: Iván Fischer. Von Klassiek Centraal erhielt er bereits 2012 ein Goldenes Label Podium für sein unvergessliches Wagnerprogramm.

Wer das als Hörer erleben durfte, erinnert sich daran wie gestern. Eine angenehme Begleiterscheinung der Preisverleihung in DeSingel war, dass er perfekt Niederländisch spricht. Leider beschränkt sich mein Ungarisch auf 'jo napot' (Guten Tag). Nun erhält dieser freundliche Mann im März 2026 den Concertgebouw Preis. Zu Recht.

'Ein echter Künstler. Alles, was er angreift, verwandelt sich in etwas Neues.'


Amsterdam, 26. November 2025 – Der Concertgebouw Preis wird am 16. März 2026 an den ungarischen Dirigenten und Komponisten Iván Fischer verliehen. Fischer erhält den Preis wegen seines außergewöhnlichen Beitrags zum künstlerischen Profil des Concertgebouw, wo er bereits über 150 Konzerte dirigierte und auch in dieser Saison noch acht Mal am Dirigentenpult stehen wird. Mit der Verleihung des Concertgebouw Preises gesellt sich Iván Fischer in eine illustre Gesellschaft mit unter anderem Dirigent Bernard Haitink, Violinist Janine Jansen, Cellist Yo-Yo Ma und Trompeter Wynton Marsalis. Es ist das fünfzehnte Mal, dass der Concertgebouw Preis verliehen wird.

Dirigent Iván Fischer: 'Wenn ich wie der Trojanische Prinz Paris den Auftrag erhalten würde zu wählen, welche der Welts Konzertsäle die schönste, die festlichste und die reizvollste ist, dann würde ich den goldenen Apfel dem Concertgebouw in Amsterdam geben.'


Iván Fischer und das Concertgebouw


Iván Fischers besondere Bindung zum Concertgebouw und zur Stadt Amsterdam reicht zurück bis 1987, als er das Concertgebouworkest zum ersten Mal dirigierte. Auf dem Programm stand Bartóks Konzert für Orchester. Seitdem dirigierte er bereits über 150 Konzerte im Concertgebouw, insbesondere beim Concertgebouworkest und seinem eigenen Budapest Festival Orchestra, aber auch beim European Union Youth Orchestra und dem Gustav Mahler Jugendorchester. Fischer hat auch lange Zeit in Amsterdam gelebt und sich die niederländische Sprache zu eigen gemacht. Er ist bekannt für seinen originellen Ansatz, so ließ er das Publikum zwischen dem Orchester Platz nehmen und präsentiert er regelmäßig theatralische Programme. Auch komponiert Iván Fischer für Chor und Orchester. Aus seiner Feder erklang im Concertgebouw zum Beispiel das ergreifende 'Sait gesunt' durch den Nationaal Vrouwen Jeugdkoor. Seine Konzerte mit dem Budapest Festival Orchestra während des Mahler Festivals 2025 wurden von der Presse als Höhepunkt des Festivals betrachtet.

Simon Reinink, Generaldirektor des Concertgebouw, berichtet über die Verleihung des Concertgebouw Preises: "Iván Fischer ist ein echter Künstler. Frei von Routine. Alles, was er angreift, verwandelt sich in etwas Neues, als würde es zum ersten Mal erklingen. Und immer mit einem feinen Sinn für Humor. Ein Konzert mit Iván ist mehr als ein Konzert, es ist ein Gesamterlebnis". Iván Fischer ist bekannt für seine besonderen Konzerte, zum Beispiel das Konzert 'Inside Out', bei dem das Publikum zwischen den Musikern des Concertgebouworkest Amsterdam saß.

Concertgebouw Preis


Der Concertgebouw Preis, der zum fünfzehnten Mal während eines festlichen Galadiner im Großen Saal verliehen wird, ist eine Initiative der Leitungen und Vorständen des Concertgebouw und des Concertgebouw Fonds. Der Preis ist für Musiker bestimmt, die über einen längeren Zeitraum zum künstlerischen Profil des Concertgebouw beigetragen haben. Frühere Preisträger waren Cecilia Bartoli (2004), das Beaux Arts Trio (2006), Bernard Haitink (2007), das Koninklijk Concertgebouworkest (2009), Maurizio Pollini (2010), Thomas Hampson (2011), Janine Jansen (2013), Yo-Yo Ma (2014), John Eliot Gardiner (2016), das Radio Filharmonisch Orkest/Groot Omroepkoor (2017), das Hagen Quartett (2019), Wynton Marsalis (2021), Jaap van Zweden (2023) und Joyce DiDonato (2024). Der Concertgebouw Preis besteht aus einem Kunstwerk und einer permanenten Namensnennung auf der Ehrentafel gegenüber der Solistentreppe des Großen Saals.

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