Stefan Soltész (Nyíregyháza, Ungarn 6.1.1949 - München 22.7.2022), ungarisch-österreichischer Dirigent (als István geboren - eindeutscht zu Stefan - und bis zu seinem 7. Lebensjahr in Ungarn aufgewachsen) starb während der Leitung der Oper 'Die Schweigsame Frau' seines Lieblingskomponisten Richard Strauss im Nationaltheater München (Deutschland).
In Flandern lernte das Publikum den Dirigenten in den 90er Jahren ('92-'97) des letzten Jahrhunderts kennen, als er Dirigent und Musikdirektor der Vlaamse Opera (heute OperaVlaanderen) war.
Als vierjähriges Kleinkind begann er, Violine zu spielen. Später, nachdem die Familie 1956 nach Wien gezogen war (nach dem Ungarischen Aufstand), wurde er Mitglied der Wiener Sängerknaben. An der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien folgte er Dirigierunterricht bei dem großen Meister Hans Swarovsky.
Seine Karriere begann 1971 am Theater an der Wien (die Wien ist ein Fluss in Österreich, der heutzutage in 'Wien' in den Donaukanal mündet). Einige Jahre später, nach einem Zwischenschritt bei der Wiener Staatsoper, wurde er Assistent von den größten Namen seiner Zeit, wie etwa Herbert von Karajan und Karl Böhm.
Dies führte ihn auf zahlreiche Bühnen und er wurde nacheinander Musikdirektor und/oder Generalmusikdirektor verschiedener Opernhäuser in Deutschland und Flandern.
Neben diesen festen Engagements war er auf zahlreichen Bühnen sowohl für Opern- als auch für Sinfonieorchester als Gastdirigent tätig.
Der sanfte Trost für seine Angehörigen, seine Mitarbeiter und das Publikum ist, dass er während des vollständigen Einsatzes für eine der Opern seines Lieblingskomponisten die Welt verließ. Irgendwie macht dies seine Geschichte vollständig.