Unter dem Motto „Normal Gets You Nowhere" startet nächste Woche die dreizehnte Ausgabe von Festival Kortrijk. Fünf Tage lang zeigt Cellist und Gastcurator Benjamin Glorieux, wie vielfältig die Welt der klassischen Musik ist. So vielfältig, dass du auch Rock- und Blues-Ikonen Roland Van Campenhout und Raymond van het Groenewoud auf der Bühne sehen kannst.
Im Jahr 2020 war Festival Kortrijk gerade vorbei, als das ganze Land in den Lockdown ging. Nun, zwei Jahre später, startet das Festival als einer der ersten mit voller Kapazität wieder auf. Um dieses Live-Erlebnis zu feiern, öffnete Festival Kortrijk einige zusätzliche Register mit einem gewagten Programm. „Denn den Baum, der da steht, dem darf man liebevoll mal schütteln, nicht wahr?" – Benjamin Glorieux.
Am Samstag, 5. März, können alle mit dem experimentellen Minifestival Night Air aufwärmen (mit Jazz-Legenden wie The Gallands). Auch das Eröffnungskonzert am 9. März sucht gleich nach den Grenzen der Klassik, indem es zwei Größen zusammenbringt: Raymond van het Groenewoud und Bach. Begleitet vom Barockensemble Il Gardellino suchen Raymond, Benjamin Glorieux und Oboist Marcel Ponseele in dieser Kreation nach Berührungspunkten in der Musik beider Großmeister.
Am 11. März folgt eine zweite Uraufführung: Benjamin Glorieux spielt ein Cello aus Flachsfaser, entworfen von Tim Duerinck im Auftrag des Museums Texture. Die Musik basiert auf Partituren alter Flachslieder.
Mit Brussels Philharmonic u.L.v. Alexei Ogrintchouk steht am 12. März ein echter Klassiker auf dem Programm. Violinistin und Königin-Elisabeth-Wettbewerbs-Laureatin Sylvia Huang bringt zusammen mit ihnen ein Programm von Mozart und Tschaikowsky.
Das Abschlusskonzert beweist dann wieder, dass Blues auch mit Klassik zu vereinbaren ist. Roland Van Campenhout gibt mit seinem Gitarrenspiel und seiner grain de la voix die Vorlage für Guldas Konzert für Cello und Blasorchester. Füge das elektrisierte Cello von Glorieux, die Koninklijke Harmonie Vooruit Harelbeke und einige Majoretten hinzu, und es verspricht ein glanzvolles Ende von Festival Kortrijk zu werden.
Talent aus Kortrijk
Tom De Cock, Programmierer für Klassik/Zeitgenössische Klassik bei Wilde Westen, legt großen Wert auf lokale Verankerung. „HERMESensemble wird für die Vorstellung „Revelations" von einem 20-köpfigen Chor unterstützt, dessen Mitglieder aus den Kortrijker Chören Zimra, Ars Vocalis und Kortrijks Vocaal Ensemble stammen," so Tom De Cock. „Auch Benjamin Glorieux erhält bei seinem Flachscello-Konzert Gesellschaft von der Cellokasse des Konservatoriums Kortrijk, und das Abschlusskonzert erhält eine zusätzliche Dimension dank der Koninklijke Harmonie Vooruit Harelbeke."
Aber Festival Kortrijk tritt auch buchstäblich aus den ausgetretenen Pfaden. Am Sonntagnamittag kannst du während Fireplace verschiedene junge Top-Musiker an einzigartigen Orten in der Stadt bewundern. Live-Musik erleben in den Broeltürmen wird zweifellos ein Gänsehaut-Moment.
Festival Kortrijk ist eine Organisation von Wilde Westen vzw. Das vollständige Programm findest du auf www.festivalkortrijk.be.