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FestiVita! 2023: Entdecken Sie die Magie der frühen Musik

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FestiVita! 2023: Entdecken Sie die Magie der frühen Musik

Vom 16. bis 19. Februar 2023 findet in der Cercle Royal Gaulois im Brüsseler Warandepark die zweite Ausgabe von FestiVita! Brussels Early Music Festival statt. Mit sechzehn Auftritten verteilt auf vier Tage ist dieses Festival die Gelegenheit, den Reichtum und die Magie der Frühen Musik zu genießen. Sowohl der echte Musikliebhaber als auch das ungeübte Ohr kommen hier auf ihre Kosten, dank eines abwechslungsreichen Programms mit vielen Premieren. FestiVita! bringt eine gelungene Mischung aus musikwissenschaftlicher Forschung mit großer Offenheit für die Künstler von heute. Dieses Jahr ist der thematische rote Faden des Festivals die „Grand tour européen". Eine Neuerung in dieser Ausgabe sind die fünf jungen Ensembles, die die Früchte ihrer Forschung anhand von kurzen Auftritten auf der Bühne „Première" präsentieren.

"FestiVita! bringt ein breites Repertoire mit Musik vom späten Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Dabei wird immer versucht, den musikalischen Praktiken dieser Zeit nahezukommen, ein Ansatz, der für die Frühe Musik charakteristisch ist," erklärt Flötist und Festivalarrangeur Michel Keustermans. „Wir spielen auf historischen Instrumenten und respektieren den damaligen Stil, das Tempo und die Gestik. Es ist eine ganz andere Erfahrung als eine zeitgenössische Aufführung auf modernen Instrumenten. Es geht in erster Linie um einen Prozess der Öffnung." So kann man in der Cercle Gaulois Werke von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven hören, die – bei Kerzenlicht! – auf dem Fortepiano von Petra Somlai aufgeführt werden (17.02, 22.45 Uhr).

Für diese zweite Ausgabe des jungen Festivals dient das Programm dem Thema der „Grand tour européen" als Ausgangspunkt, dies ist die Bildungsreise durch den Kontinent, die Barockkomponisten unternahmen. Eine ausführliche Beschreibung dieser Tradition wurde vom englischen Komponisten Charles Burney (1726-1814), einem der Gründer der modernen Musikwissenschaft, verfasst. Das Publikum kann während des „Banquet-qu'on-sert" eine kleine Reise durch die Zeit mit einem gastronomischen Konzert unternehmen. Das Menü stammt aus dem Italien des 18. Jahrhunderts und die fünf Gänge werden mit musikalischen Intermezzos aus derselben Zeit unterbrochen (19.02, 12.00 Uhr). Aber das ist nicht die einzige Premiere. FestiVita! laden auch fünf junge Ensembles ein, um die Ergebnisse ihrer Forschung zur Frühen Musik zu präsentieren. Sie tun dies in Form eines umrahmten Minikonzerts auf der Bühne „Première" (18.02, 14.00 Uhr).

Das Eröffnungskonzert Mon Amant de Saint-Jean des Ensembles Le Poème Harmonique ist – ganz im Sinne des Festivals – für ein breites Publikum gedacht. Zusammen mit der französischen Sopranistin Isabelle Druet, 2. Preisträgerin des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2008, bringt das Ensemble einen Hauch von Verrücktheit der 1920er Jahre in die Musik von Monteverdi und seinen Zeitgenossen (16. Februar, 20.30 Uhr). Musikliebhaber können die Weltpremiere von Les Cris des Ensembles InAlto und Sopranistin Alice Foccroule, unter der Leitung des Kornettisten Lambert Colson, genießen. In Les Cris wird versucht, das Getümmel auf mittelalterlichen Märkten in Musik zu setzen, wie es auch Clément Janequin tat.

Eine weitere Weltpremiere ist La Gloria e Imeneo, in der weniger bekannte Werke von Antonio Vivaldi vom Ensemble Les Muffatti aufgeführt werden, begleitet von Mezzosopranistin Coline Dutilleul und Countertenor Clint Van der Linde. Diese üppige Serenade, die für die Hochzeit von Ludwig XV. in den Gärten der französischen Botschaft in Venedig komponiert wurde, veranschaulicht die wichtige diplomatische Rolle, die Musik spielen konnte (17.02, 20.45 Uhr).

Wer Crossover-Musik mag, kann sich auf das Konzert des Berlage Saxophone Quartet freuen. Dieses Quartett, das 2008 in Amsterdam gegründet wurde, widmet sich Arrangements von Kammermusik speziell für Saxophon. Ihre Aufführung der Goldbergvariationen, für Cembalo von Johann Sebastian Bach geschrieben, verbindet große Virtuosität mit dem vollen, warmen Klang von Blechbläsern (18.02, 22.30 Uhr).

Frühe Musik ist eine Welt für sich, mit eigenen Schwerpunkten und mit spezifischen Gesten und Tänzen. Während des Renaissance-Balls können Sie diese Welt besser kennenlernen. Tanzmeister Lieven Baert führt das Publikum in historische Choreografien ein und wird dabei musikalisch vom Orchester der Studierenden „Frühe Musik" des Königlichen Konservatoriums Brüssel begleitet. Dies ist ein unverzichtbarer Teil des Festivals!

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