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hetpaleis 'Cinderella' - Traumproduktion

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hetpaleis 'Cinderella' - Traumproduktion
© Nicha Rodboon

Junior Ballet Antwerp pakte dit weekend uit met een remake van het klassiek balletspektakel Cinderella. Muziek: Sergei Prokofiev. Productie die in 2023 in première ging en speciaal geconcipieerd werd voor de prachtige ruimte van de Handelsbeurs in Antwerpen. Met 3D-mapping werden verbluffende resultaten geboekt in een beeldrijke sfeerschepping. Alain Honorez en Altea Nuñez hadden het libretto stevig onder handen genomen om het in een kader te tillen dat minder conflicteert met de hedendaagse normen. In de storytelling voegden zij een dimensie toe. Een sprookje met rauwe randjes. Het werd een prachtig visueel spektakel, een filmische ervaring. Die live-Begleitung durch die Belgische Kamerfilharmonie Casco Phil sorgte für eine vibrierende Energie. Es war schön, aber jetzt, wo man vergleichen kann, zeigt sich, dass das Ganze etwas in dem riesigen Raum verloren ging. Auf einer Bühne liegt der Fokus auf dem Tanz, der Mimik, den Schauspielleistungen. Eine Welt des Unterschieds.

Heel de ploeg die destijds meewerkte aan Cinderella dokterde een aangepaste versie uit voor het podium, zodat ermee op tournee gegaan kan worden. Tibaut Coppens (Cin&Art) wilde met de projectie vergelijkbare effecten bereiken als in de Beurs, maar nu met behulp van 2D-mapping (tweedimensionaal) in plaats van met de originele 3D. Die Bilder der Säulengalerie werden auf ein Gazetuch projiziert, um so die gewünschte Tiefe zu schaffen. Das Gazetuch hat eine gewisse Transparenz, wodurch die Dekorelemente sichtbar werden hinter dem Tuch, wenn sie ausgeleuchtet werden. So haben die Tänzer zusätzlichen Platz hinter dem Tuch, um beim Spiel beteiligt zu bleiben und die Größe der Choreografie zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Übertreffende Steigerung


Eine Choreografie für ein abendfüllendes Spektakel von 150 Minuten auszuarbeiten erfordert tonnenweise Fantasie und Arbeit. Inzwischen durfte die 'junior company' zwei neue Generationen von Tänzern willkommen heißen. Diese jungen Tänzer aus allen Ecken der Welt (Italien, Frankreich, England, Mexiko, Australien, Südafrika, Kanada, Japan, Spanien, Südkorea, Bulgarien, Neuseeland) bilden eine besonders talentierte, geschlossene und starke Gruppe. Ein Ensemble voller Talent. Der Schwerpunkt des JBA-Programms liegt darin, ihre Stärke auszuspielen und zu nutzen.

Diese Cinderella ist eine Ode an das klassische Ballett mit viel Spitzenschrittwerk, schönen Sprüngen und Hebungen. Von Anmut bis Bravour wird die ganze Palette gespielt. Es gibt nicht nur Technik zu sehen, sondern auch Einfühlungsvermögen. In seiner Einleitung erzählte Alain Honorez, dass die jungen Tänzer zum ersten Mal mit Dramaturgie und der Vertiefung einer Figur in Berührung kamen. Sie tun das mit Schwung, Natürlichkeit und Verwegenheit.

Die beiden Schwestern sind ein Paar ungestümer, hemmungsloser Mädchen, sie benehmen sich schamlos, ansteckend lustig. Sie demonstrieren die Neigung zur Selbsttäuschung: sie sind die Besten, die Schönsten, die Sexy-sten, stolpern aber ständig über ihr eigenes Ego. Kein Nummer, das sie herunterspulen. Nein, sie haben sichtbar Spaß daran. Mit mimischer Subtilität und wohlgetimtem Humor, genauso wie die Mutter. Ihre Zudringlichkeit in den Szenen mit dem Prinzen sind burlesk. Die Stiefmutter (Altea Nuñez) möchte sogar mit ihren eigenen Töchtern konkurrieren, muss aber feststellen, dass sie älter wird, verlorene Herrlichkeit. Eine negative und positive Spur wird ausgearbeitet. Sie entfalten sich parallel. Ein Spagat der Extraklasse. Gute Komödianten sind seltener als gute Charakterspieler. Hier geht es nicht nur um Schauspielerei, sondern auch um Tanz. Eine doppelte Aufgabe. Es braucht ein Gefühl für Rhythmus, Pausen einbauen, um auf einen Höhepunkt hinzuarbeiten, Understatements, Assoziationen, groteske Paradoxien, verrückte Outfits und gleiten auf den Vibes des Publikums. Dieses Trio macht das überzeugend. Als Gegengewicht gibt es die serenissima Cinderella, ganz Gefühl und Diskretion. Aber das junge Mädchen hat einen feurigen und elastischen Charakter und erweist sich als widerstandsfähig gegen die Neckereien ihrer Stiefschwestern. In dieser Geschichte keine Fee, es ist der Geist ihrer verstorbenen Mutter, die über sie wacht. Sehr schön ist die Szene mit den Geistern in einem Wirbel feiner Stoffe.

Es gibt eine schöne Wechselwirkung zwischen Soli und Aufmerksamkeit für das Kollektiv. Alle Register werden gezogen. Lose Enden werden zusammengebunden. Mutter und Töchter kokettieren mit den größten Emotionen. Sie sind jedoch keine unkontrollierten Geschosse. Alles ist bis ins Detail mit quecksilberner Spielweise orchestriert. Ihr Spiel ist übertrieben, aber herrlich entspannend. Auch sehr lustig ist der falschen Alarm, wenn der Prinz erwartet wird. Die Choreografen nehmen sich Zeit, um einen Spannungsbogen aufzubauen. Die Ensemble-Szenen zeugen von dynamischer Qualität. Keine Fehler, Schlampereien oder Fehltritte. Die Perfektion wird angestrebt.

Es gibt das verspielte Spiel zwischen Cinderella und dem Prinzen. Sie lässt sich nicht gleich in seine Netze fangen und entgleitet ihm mehrmals in einem federleichten Spiel von Anziehen und Abstoßen. Ihre Gesten zeigen die stilisierte Präzision einer klassischen Tänzerin und eine natürliche, mühelos ausgeführte Anmut, Sinnlichkeit und Charisma. Sie ist die Königin des Balls, aber die Uhr schlägt zwölf Schläge und sie muss fliehen.

Am Ende entfaltet sich ein wunderschöner und zärtlicher pas-de-deux zwischen beiden. Zwei Körper, die sich schließlich in einem zärtlichen Kuss vereinigen.

Die Vorstellung ist ein Marathon. Die Tänzer müssen sich mit zahlreichen Kostümwechseln von einer Figur in die andere hineinversetzen. Alle Hindernisse werden mit Bravour genommen, ohne den Atem zu rauben. TOP! Die Compagnie konnte sich in einer minutenlangen stehenden Ovation sonnen.

Auf die Bühne

Auch JBA benötigt angepasste Strategien, damit das Programm, das sich auf Bühnenerfahrung konzentriert, optimal auf diese Gegebenheit reagieren kann. Deshalb Möglichkeiten schaffen. Eine widerstandsfähige Organisation fördert Anpassung und Innovation. Talent und Kapital müssen für die besten Ideen verfügbar sein und bereit stehen, nicht nur ihre Produkte und Geschäftsplan zu ändern, sondern auch ihre Ziele und Bestrebungen. Mit dieser angepassten und überarbeiteten Produktion reisen sie bald durchs Land.

Die Mission jedes Künstlers ist es, Menschen zu verbinden. Meiner Meinung nach wird der Wert einer Aufführung immer die Reaktion des Publikums sein. Wie sie Menschen rührt: von einer weggewischten Träne der Ergriffenheit bis zu einer Träne des Lachens. Eine schöne Aufführung ist eine warme Decke für das Leben, das wir ertragen müssen. Kunst als Gegengift. Diese Produktion wird volle Säle anziehen, nährt die Phantasie des Zuschauers und lässt einen Menschen noch ein wenig träumen.

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