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Aktuelle und zukünftige Weltnamen beim Musica Mundi Festival

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Aktuelle und zukünftige Weltnamen beim Musica Mundi Festival

1999: Das musikbegeisterte Ehepaar Leonid Kerbel und Hagid Hassid-Kerbel gründet das Musica Mundi Festival, das seither jährlich am Genfer See stattfindet, knapp über der Sprachgrenze in Wallonisch-Brabant.

Das Ziel war, große Weltnamen mit talentierten Jungmusikern aus der ganzen Welt zusammenzubringen, die während des Festivals Kurse besuchen und auftreten könnten. Dieses Ziel wurde erreicht und sogar übertroffen; die in kurzer Zeit international bekannt gewordene Musica Mundi School in Waterloo entstand sozusagen daraus.

Inzwischen schreiben wir Juli 2025, das Festival erlebt eine sehr gut besuchte Ausgabe. Mehr als 60 junge Musiker zwischen 10 und 19 Jahren aus der ganzen Welt sind anwesend, um Unterricht bei in Residenz lebenden Künstlern zu nehmen. Die Schule ist sozusagen überlaufen: In Residenz lebende Künstler, eingeladene Musiker, viele ständige Schüler und Teilnehmer der Meisterklassen übernachten in der Schule. Die Küchenleiterin hat alle Hände voll zu tun: Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Und das ist noch nicht zu reden von der Wäsche mit all den vielen Laken und anderem mehr.

Eine große Familie erfordert viele Hausaufgaben und wer denkt, dass es hier nicht um eine Familie geht, täuscht sich. Es geht um all die Genannten und das Personal der Schule, die Mitarbeiter des Festivals, die Sponsoren und Spender, die die Schule finanziell am Leben erhalten, das Publikum und alle, die hier vergessen werden: Es ist eine Familie. Die Atmosphäre ist völlig anders als in irgendeinem Konzertsaal, egal wie groß oder klein, alles hat etwas Häusliches. Kommt es von der vielen Jugend, die durch die Flure läuft? Geht es von dem unternehmungslustigen Ehepaar Kerbel aus? Eine besondere Energie, Kameradschaft, Sinnhaftigkeit, Qualität, Anerkennung und das Streben nach dem Besten, dem Höchsten ohne Pretentionen bildet ein Ganzes, das sowohl das Festival als auch die Schule so attraktiv macht.

Die Musiker werden beim Betreten der Bühne von den teilnehmenden Jungmusikern bejubelt. Nun, das zaubert natürlich ein breites Lächeln auf die Gesichter der auftretenden Musiker und sorgt auch dafür, dass sie anders als gewöhnlich musizieren, sozusagen lockerer dank der Spontaneität, die sie von all diesen jungen zukünftigen Musikern überkommt. Allein deshalb sollte man das Festival mindestens einmal besuchen, um die Atmosphäre zu spüren, die Gemütlichkeit, das väterliche und mütterliche Verhalten der „Gastgroßeltern" Leonid und Hagid, die wo nötig streng, aber gerecht handeln. Mit der Glocke in der Hand läuft Frau Kerbel am Ende der Pause durch die Flure: wehe dem, der nicht rechtzeitig im Saal ist...

Klassiek Centraal folgte erstmals (Juli ist nun einmal Ferienmonat) teilweise dem Festival und war unter anderem beim Konzert des Ebène Streichquartetts und beim Recital der Violinistin Maxim Vengerov und der Pianistin Polina Osetinskaya anwesend. Sie lesen hier und hier mehr über diese beiden Konzerte. Das abschließende Galakonzert mit der Violinistin Esther Yoo (Gewinnerin KEW Violine 2012) als Solistin konnten wir ebenfalls besuchen.

Viele Teilnehmer teilen sich die Bühne mit ständigen Schülern der Schule und mit in Residenz lebenden Künstlern, unter ihnen Alumni der Musica Mundi School. Es ist ziemlich einzigartig, dass diese Mischung aus erfahrenen Profis, jungen ausgebildeten Musikern und Schülern gemeinsam die Bühne teilen als Solisten, in kleinen Ensembles und im Orchester. Vom ersten bis zum letzten Konzert hört man ausschließlich hohe Qualität. Schließen Sie die Augen und Sie wissen nicht, dass manchmal Kinder von 10, 11 Jahren auf der Bühne stehen.

Wer das Musica Mundi Festival 2025 noch einmal erleben möchte, findet es auf dem YouTube-Kanal der Musica Mundi School (Link am Ende dieses Artikels). Lust, Ihren Julierurlaub nächstes Jahr oder in den kommenden Jahren anders zu gestalten? Unseren Tipp kennen Sie bereits...

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