Die Lage in der Welt ist nicht gerade ermutigend. Überall Zerstörung. Zum Glück gibt es noch Menschen, die ihre Leidenschaft und Energie in Schönheit kanalisieren. Altea Nuñez und Alain Honorez, ehemalige Starttänzer des Königlichen Balletts von Flandern, und mit Unterstützung der Königlichen Ballettschule, gründeten vor einigen Jahren zusammen mit Irma Swijnen Junior Ballet Antwerp, kurz JBA.
Junior Ballet Antwerp ist ein Jugendenemble (Junior Company), in dem talentierte, hochqualifizierte, ausgebildete Tänzer aus der ganzen Welt ihre ersten professionellen Bühnenerfahrungen sammeln. Ein junger Künstler kann sich selbst auf der Bühne nur kennenlernen und die dringend benötigte Expertise erwerben. Täglich setzt sich JBA dafür ein, ihre Tänzer in dieser Kunstform zu begleiten und zu perfektionieren. Sie auf eine Zukunft als professioneller Tänzer/Künstler vorzubereiten.
Sechs Monate nach dem Start wurden sie mit Corona konfrontiert. Eine schwierige Zeit, aber wo ein Wille ist, ist ein Weg. Künstler sind nicht nur für ihren Kampfgeist bekannt, sondern auch für ihre Phantasie. Im letzten Geschäftsjahr wurde ein erstes Fünfjahresjubiläum mit wunderschönen Produktionen gefeiert, darunter das bezaubernde klassische Ballett 'Cinderella' und die Produktion 'James' anlässlich des James Ensorjahres 2024. Eine Choreographie des italienischen Choreografen Mauro de Candia voller technischer Herausforderungen, die von großer Lyrik und Ausdruckskraft zeugt. Es gab auch eine erste internationale Aufführung in Genf während des internationalen Tanzfestivals für Junior Companies.
Exponentielles Wachstum
Inzwischen ist der Name und Ruf von JBA weit über die Grenzen hinaus gedrungen. Dieses Jahr wird mit 20 jungen ehrgeizigen Tänzern von nah und fern begonnen, 4 Jungen und 16 Mädchen wurden
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© Filip Van Roe[/caption]
aus Hunderten von Bewerbungen ausgewählt. Aus ihren Heimatländern Australien, Neuseeland, Frankreich, Kroatien, Japan, England, Kanada, Südkorea, Südafrika, Italien, Spanien, Bulgarien, Belgien und Mexiko fanden sie ihren Weg nach Flandern. Belgien hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem internationalen Knotenpunkt des Tanzes entwickelt. In diesen Tänzern brennt das feu sacré. Sie haben bereits eine solide Grundlage, möchten aber excellieren. Es ist bewunderungswürdig, dass diese jungen Menschen im Alter von 17/18 Jahren so weit weg von zu Hause ihr Talent in verschiedenen Tanzstilen weiterentwickeln, ihre Technik optimieren, im Team arbeiten und die verschiedenen Arbeitsweisen verschiedener Choreografen beherrschen möchten. Sie werden nun zwei bis drei Jahre in das tägliche Leben professioneller Tänzer eintauchen. Einfach ist es keineswegs. Eine Tanzkarriere bekommt man nicht geschenkt, es ist ein Handwerk, das Herz und Seele und vor allem Disziplin erfordert. Mit jugendlichem Enthusiasmus und großem Antrieb gehen sie daran. JBA ist vielleicht am besten als kreatives Kraftzentrum zu beschreiben.
Teaser
Eine ausgewählte Gruppe von Gästen (Freunde, Unterstützer und Sponsoren von JBA) bekamen einen exklusiven Blick hinter die Kulissen und durften einen Teil des täglichen Trainings miterleben. Jeden Tag beginnt mit anderthalb Stunden Übungen zum Aufwärmen der Muskeln. Einige Tänzer, die dieses Jahr ihren Abschluss machen, zeigten ihr Solo, das sie bei Auditions zeigen möchten. All das unter dem kritischen Auge von Tanzcoach und Choreografin Altea Nuñez. Jede Bewegung wird bis ins Detail zerlegt und verfeinert. Jede Faser ihres Körpers haben sie unter Kontrolle. Als Zuschauer beeindruckt man sich von der natürlichen Grazie, der schönen Haltung, der schnellen und leichtfüßigen Bewegung über die Bühne.
Die fantastische Produktion 'James' wurde mit dem erweiterten Ensemble neu einstudiert. Schnell, intensiv und voller physischer Kraft. Vollkommen legitim und auf bewunderungswürdige künstlerische Weise nutzen die jungen Tänzer ihre Phantasie. Die Produktion 'James' ist eine Kreuzbestäubung zwischen Malerei und Tanz. Die launische Persönlichkeit von James Ensor und seine farbenfrohen Gemälde kommen auf der Bühne zum Leben. Diese Produktion geht auf Tournee und hält in zahlreichen Kulturzentren Halt. Im De Spil in Roeselare am 8. Nov., Eeklo Herbakker 14. Nov., Aalst De Werf 27. Nov., Kapellen Zaal Lux 29. Nov., Turnhout De Warande 4. Dez., Waregem De Schakel 12. Dez. und Heist-op-den-Berg Zwanenberg 14. Dez.
Während KMSKA-Laat am 19. Dez. bringt JBA eine Hommage an Ensor mit Fragmenten dieser Aufführung und dies vor und um die Gemälde des Großmeisters. Tickets für dieses besondere Erlebnis können über die Website des KMSKA erworben werden.
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© Filip Van Roe[/caption]
JBA hat noch mehr in petto. Am 27. und 28. Februar feiert 'FURORE' in der Oper von Antwerpen Premiere. 'FURORE' steht für Wut, Heftigkeit und Leidenschaft, aber auch für Ekstase und Inspiration. Darin zwei brandneue Kreationen des finnischen Choreografen Jorma Elo, seit 20 Jahren Hauschoreograf des Boston Ballet und einer der gefragtesten Choreografen der Welt, und von Francesco Annarumma, ein aufstrebendes Talent aus Italien mit einem einzigartigen Tanzvokabular. Diese Kreationen werden ergänzt durch das äußerst dynamische 'YU' von JBAs Hauschoreografin Altea Nuñez. Auch zu sehen am 19. März in CC De Meent in Alsemberg und am 12. April in CC Scharpoord in Knokke-Heist. Reservieren Sie bereits Ihre Plätze unter www.juniorballetantwerp.be
Die würzige, äußerst erfolgreiche Ballettaufführung 'Cinderella', Musik Sergej Prokofjev, erhielt ebenfalls einen neuen Input, damit JBA damit in die Kulturzentren gehen kann. Es wurde sich für eine intimere Umgebung und ein intimeres Erlebnis entschieden, aber eine, die sich nicht vor dem wunderschönen Rahmen der Handelsbeurs zu verstecken braucht. Diese Aufführungsreihe 2023 war natürlich besonders durch das einzigartige Bühnenbild der Börse und die Zusammenarbeit mit Casco Phil (Liveorchester). Aber eine Ballettaufführung wie Cinderella muss natürlich auch in einem Theater spielen können. Im Frühjahr 2026 wird dieses Cinderella dann auch durch das Land touren. Aber am 30. und 31. Mai und 1. Juni ist diese märchenhafte Märchenproduktion bereits im Paleis in Antwerpen zu sehen.