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KEW Piano 2021 – sechste Finalnacht

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KEW Piano 2021 – sechste Finalnacht

Bruno Mantovani: D'un jardin féérique (Pflichtstück)

Wie bei jedem anderen auch ist der Einsatz leicht, erwachend, feinmaschig. Jonathan Fournel setzt die richtigen Akzente, mit den nötigen Crescendos und Decrescendos, sodass mehr Lyrik und Transparenz in dieses manchmal sehr düstere Werk kommt. Fournel geht fast mit der „lockeren Hand" vor, als würde er das Werk zum xten Mal spielen. Er beherrscht dieses Pflichtstück vollständig. Wie es bei „besseren Werken" der Fall ist, reißt er das Orchester mit sich.

Johannes Brahms: Konzert Nr. 2 in B-Dur, op. 83

Erster Satz - Allegro non troppo
Allein dieser Einsatz schon mit dem Horn und dem antwortenden Klavier, abgesehen vom Wettbewerb für einen Moment, ist doch fesselnd, nicht wahr? Nach dieser warmen, kurzen Einleitung übernimmt das Klavier sofort die Führung im Werk und das hat Jonathan Fournel verstanden. Er reißt das Orchester mit sich, das in reichen Farben musiziert. Was für eine Interaktion. Vergessen Sie den Wettbewerb, Fournel spielt ein Spitzenkonzert.

Zweiter Satz - Allegro appassionato
Wow. Großartig. G R O S S A R T I G !

Dritter Satz - Andante
Es wird ergreifend. O so wunderbar, das Tiefste des Herzens spricht. Brahms selbst sitzt am Klavier. Ich könnte weinen.

Vierter Satz - Allegretto grazioso
Spielende Verliebtheit, so setzt der vierte Satz ein. Froh, wohlwollend. Und so singt, spielt, musiziert Fournel. Ein Pianist der und für die Zukunft. Ein Konzert, eine Aufnahme. Herrlich!


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