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Rezensionen

Queen Elisabeth Competition Cello - Halbfinale 2026

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Queen Elisabeth Competition Cello - Halbfinale 2026

Erster Halbfinaltag - Nachmittag

Maria Zaitseva (°2001 - Russische Föderation)

Programm

Leopold Hofmann (1738 - 1793) - Concerto in D Badley D3

Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian

Sie hat einen sehr professionellen Ansatz und spielt mit viel Freude. Während des Konzerts hielt sie Kontakt zu den Orchestermusikern und dem Dirigenten, zu dem sie ständig schaute. Gute chromatische Balance, aber mangelnde Klarheit in anspruchsvollen Passages. Es ist eine Spannung zu spüren, als hätte sie während des Studiums die zulässige Anstrengung überschritten, wobei das Instrument den Künstler zu überwiegen scheint. Der Klang des Violoncellos hätte voller sein können, was bereits in der ersten Runde auffiel, wo sie die Neigung zeigte zu eilen und zu wenig Vibrato bei Boccherini zu verwenden, wo sie auch zu wenig Klarheit im Stück Lullaby zeigte.

Isaac Lottman (°2003 - Niederlande)

Programm

Anton Kraft (1749-1820) - Concerto in C op. 4

Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian

Lottman ist ein Schüler von Pieter Wispelwey. Er beeindruckt durch sein Charisma und seine Haltung als jemand, der Inspiration empfängt. Er hat eine gute Kontrolle über den Bogen und generell einen reichhaltigen Klang, aber es fehlt an etwas Klarheit zu Beginn und in den schnellen Passages. Er verfügt über künstlerische Freiheit und die Fähigkeit, sich zu sammeln, sich zu reorientieren, sich nach der Artikulation komplexer Passages zu erholen und Ruhe und Klarheit wiederzufinden.

Anna Meipariani (°2007 - Georgien)

Programm

Harold Noben (°1978) - Caffeine

Sergey Prokofiev (1891-1953) - Sonate in C op. 119

Ilonka Heilingloh, Klavierbegleitung

Voller Freude, Fokus und Leidenschaft bildet sie eine Einheit mit dem Violoncello. Sie beeindruckt mit ihrer Sensibilität, Klangfülle und fantastischer Bühnenpräsenz. Sie strahlt Selbstvertrauen aus und spielt mit Wissen und Inspiration. Sie und das Violoncello scheinen sich gegenseitig zu stimulieren, um das Beste aus sich selbst zu geben. Ausgewogenheit, Ruhe, Geschmeidigkeit in allen Techniken, gute Kontrolle über die Bogenbewegungen.

Álvaro Lozano Cames (°2006 - Spanien)

Programm

Harold Noben (°1978) - Caffeine

Benjamin Britten (1913-1976) - Sonate in C op. 65

Karl Davidov (1838-1889) - Avondschemering op. 20/4

Karl Davidov - Bei der Fontein op. 20/2

Naoko Sonoda, Klavierbegleitung

Er wird für seine vielseitigen Fähigkeiten, seine überzeugende Intonation und sein ausgezeichnetes Rhythmusgefühl geschätzt, was sich besonders in der umfangreichen Pizzicato-Passage zeigt. Er beherrscht alle Techniken mit Leichtigkeit: Staccato, Fingerwechsel, Pizzicato und kombinierte Techniken; er weiß die Intensität subtil zu variieren: crescendo, diminuendo... In Davidovs Avondschemering wurde eine zauberhafte Atmosphäre geschaffen. Er zeigt handwerkliches Geschick beim Erforschen der Klangmöglichkeiten des Violoncellos.

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