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Kruimels: Eine musikalische Suche voller Leidenschaft und Geschichte in der Sint-Rochuskapel in Hoegaarden

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Kruimels: Eine musikalische Suche voller Leidenschaft und Geschichte in der Sint-Rochuskapel in Hoegaarden
© Conny Smeets (Klassiek in de Kapel)

Am Samstag, 1. Februar um 20 Uhr fand in der stimmungsvollen Sint-Rochuskapel von Mariadal in Hoegaarden das Konzert „Kruimels" statt, organisiert von Klassiek in de Kapel. Die Vorstellung ging über reine Musik hinaus und bot eine fesselnde Geschichte, erzählt von Mona Thijs, die durch die ergreifenden Soundscapes von Orlan Ghekiere zusätzliche Atmosphäre erhielt. Diese Geschichte war inspiriert von der Fußwanderung, die Johann Sebastian Bach im späten Herbst 1705 von Arnstadt nach Lübeck unternahm, um den Großmeister der Orgel, Dietrich Buxtehude, hören und spielen zu sehen. Bachs Reise von fast 450 Kilometern, voller Entbehrungen und Unsicherheiten, war eine Reise, die nicht nur musikalisch, sondern auch spirituell und existenziell geladen war. Cellist Benjamin Glorieux wiederholte diese Reise im Dezember 2022, eine Initiative, mit der er erfahren wollte, wie eine solche Reise die Erfahrung von Musik vertiefen kann. Diese besondere Reise bildete die Grundlage für das Konzertnarrativ: eine ergreifende Reflexion über sich selbst verlieren, sich verirren und letztendlich etwas Neues in der Erfahrung finden.

Die musikalische Aufführung wurde vom Ensemble Kapellmeister bestritten, bestehend aus Geigerin Marieke Vos, Gambistin Lies Wyers und Cembalistin Denis Roosen. Die Ausführenden, alle Meister ihres Fachs, brachten ein abwechslungsreiches Programm dar, das sowohl musikalisch als auch inhaltlich stark aufgebaut wurde. Im Mittelpunkt standen Buxtehudes Triosonate a-Moll (BuxWV 272), ein verfeinertes und ausdrucksstarkes Werk, das die tieferen Schichten seiner musikalischen Sprache enthüllte, und Telemanns Triosonate g-Moll (TWV 42: g11), in der die eleganten Melodielinien und Tanz-Rhythmik die narrative Kraft der Musik unterstrichen. Natürlich durfte Johann Sebastian Bach nicht fehlen, mit seiner Sonate in G per Cembalo certato e Violino, col viola da gamba si piace (BWV 1019), ein Werk, das den Dialog zwischen den Instrumenten sublim zum Klingen brachte. Der Abend endete mit der beeindruckenden Ciaconna in A von Schmelzer, eine meisterhaft aufgebaute und intensiv geladene Komposition, die ein passendes Schlussstück für ein Konzert bildete, das den Zuhörer nicht nur musikalisch, sondern auch erzählerisch zu berühren wusste.

Das Konzert war eine harmonische Verschmelzung von Musik, Wort und Klang, wobei die Aufführung, die Soundscapes und die Geschichte sich gegenseitig verstärkten und den Zuhörer vollständig in eine tiefgründige, mitreißende Erfahrung eintauchten.

Die Sint-Rochuskapel mit ihrer intimen Akustik und warmen Ausstrahlung erwies sich erneut als idealer Ort für eine Veranstaltung dieser Art. Die musikalischen Subtilität kamen hervorragend zur Geltung, und die Abstimmung zwischen den Ausführenden und dem Raum trug zur Atmosphäre des Abends bei.

Das Publikum reagierte begeistert und belohnte die Künstler mit einer spontanen stehenden Ovation, eine wohlverdiente Anerkennung für einen Abend, der nicht nur technisch verfeinert, sondern auch künstlerisch und emotional tiefgründig war.

Wer die Vorstellung in Hoegaarden verpasst hat, kann einen Blick in die Agenda auf der Website von Kapellmeister werfen: https://www.kapellmeister.info/concerten.html.

Tags concert
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