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Rezensionen

Gesetze der Einsamkeit. Strauss: Vier letzte Lieder

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· 2 Min. Lesezeit
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Gesetze der Einsamkeit. Strauss: Vier letzte Lieder

Man kann diese Produktion durchaus als etwas Besonderes bezeichnen: die Orchesterversion und die Klavierbearbeitung von Richard Strauss' Vier letzte Lieder, vereint auf dieser CD, mit in der Hauptrolle die litauische Sopranistin Asmik Grigorian (Vilnius, 1981), die allseits gepriesene Opernsängerin, die ihre eindrucksvolle Gesangskunst auch im Liedrepertoire ausgezeichnet zu erforschen weiß. Sie nimmt ihre Opernenerfahrung mit sich, zugleich als Bestätigung, dass die großen Opernsängerinnen in diesem Werk am besten positioniert sind. Ihre Textgestaltung ist ebenso vorbildlich wie die natürliche Ausstrahlung und das geschmeidge-fließende Gepräge ihres Ausdrucks. Schade ist nur, dass ihre mäßige Diktion auf Kosten der Verständlichkeit geht. Mit der Klavierversion von Max Wolff (erste drei Lieder) und John Gibson (Schlusslied) kann ich nicht viel anfangen, wobei ein Vergleich mit der Orchesterversion ohnehin hinkt. Grigorians strahlende Stimme und ihr sublimes Legato machen jedoch viel wieder gut. Es liegt nicht an Harthäuser: die Klavierbearbeitung unterliegt nun einmal schon dem farbenfrohen Raffinement der bezaubernden Orchesterpartitur. Das französische Rundfunkorchester unter Mikko Franck zeichnete für ein üppiges und detailliertes Klangbild als schöne Spiegelung des Orchesterreichtums verantwortlich, den Strauss vor Augen gehabt haben muss. Die Spieldauer von 44 Minuten ist allerdings viel zu kurz ausgefallen.

Im CD-Booklet ist als Katalognummer Alpha 1042 angegeben, aber dies muss Alpha 1046 sein. Ein kleines Detail, aber dennoch.

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