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Mechelen im Bann von drei jungen Wölfen

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Mechelen im Bann von drei jungen Wölfen

Erschrick nicht, hole deine Tiere nicht herein...

Diese drei jungen Wölfe beißen nicht. Sie spielen Musik, die ihrem Namen "Lupus (Lateinisch für 'Wolf') Trio Salzburg" Sinn gibt: Kompositionen von Joseph Woelfl. Dieser Zeitgenosse von Haydn, Mozart und Beethoven wurde in Salzburg geboren, das auch ihr Biotop ist. Das Konzert fand im Rahmen des 250. Geburtstags von Joseph Woelfl statt und konnte dank der Zusammenarbeit mit der International Joseph Woelfl Society (IJWG) organisiert werden.

Pianist Johann Zhao, Bratschist Eduard Steude und Cellist Kilian Erhart eröffneten am Sonntag die Reihe Amazing Haydn. Sie betraten die Bühne des Mecheler Konservatoriums völlig unbekannt, gingen aber nicht ungeliebt wieder weg.

Diese jungen Zwanziger drückten bekannten und unbekannten Werken einen originellen Stempel auf. Beim überbekannten "Zigeunertrio" von Joseph Haydn entzückte vor allem der zweite Satz. So langsam, so sangbar hörte ich dieses "Poco Adagio. Cantabile" noch nie. Der Kontrast mit dem Rondo "auf Ungarisch" konnte nicht größer sein. Das erste Klaviertrio von Schubert war ein gefundenes Fressen für Cellist Kilian Erhart. Von ihm sprühte die Spielfreude. Von den beiden anderen der Ernst und die Leidenschaft.

Im Mittelpunkt standen zwei Kompositionen von Woelfl. Das Attraktivste war ein "Grand Trio". Warum ein solches Juwel durch die Zeit verschneit wurde, bleibt, wie bei vieler wertvollen Musik sonst, ein Rätsel. Es hatte alles dafür, um die Hände des Publikums zusammenzubringen und Standing Ovations auszulösen. Es beginnt mit einer musikalischen Phrase, die man nicht aus dem Kopf bekommt, ein "Ohrwurm" also. Der virtuose Klavierpart beweist, dass Woelfl, der mit seinen außergewöhnlich großen Pianistenhänden ein unentschiedenes musikalisches Duell mit Beethoven wagte, ein würdiger Vorläufer von Chopin und Liszt war.

Woelfl war einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit. Während seines Aufenthalts in Wien trat er zusammen mit Beethoven auf, strebte aber auch eine europäische Karriere an, die auf Mozarts Rat in Warschau begann und ihn über Paris nach London brachte, wo er einer der bestbezahlten Komponisten der Welt wurde. Es ist schwer zu verstehen, dass dieser große Musiker fast vergessen ist.

Kurz gesagt, ein glückliches Publikum ist vorbereitet, am 8. Oktober einen anderen völlig unbekannten Brügger Komponisten zu entdecken. Dann verbindet Vlad Weverbergh mit seinem Terra Nova Collective Symphonien von Hébert Leemans (1741-1771) mit Werken von Haydn und Mozart.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Amazing Haydn.

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