Am 17., 18. und 19. September 2021 bringt das Festival Muze van Zuid über hundert professionelle Musiker und Sänger nach Amsterdam-Zuid für Konzerte in Wohnzimmern, Parks, Denkmälern, Kirchen und Geschäftsräumen. Neben Konzerten gibt es Filme und Vorträge.
Zwei Bewohner von Amsterdam-Zuid kamen 2016 auf die Idee, die Musik der Straßenschilder von Amsterdam-Zuid wieder erklingen zu lassen. Jeder kennt die nach Beethoven benannte Straße, aber wer waren Willaert, Schuyt, Diepenbrock, Hacquart, Ban, Van Bree oder Coenen auch noch einmal?
Der künstlerische Leiter Huib Ramaer führt das Publikum während Musikspaziergängen durch die Straßen des Concertgebouwbuurts und des Vondelpark zu Konzerten an besonderen Orten. In einer verborgenen Kapelle glänzen Solisten auf Cello und Klarinette, und in der historischen Reitbahn von De Hollandsche Manege erklingt Chorgesang.
Muze van Zuid 2021 besteht aus 24 verschiedenen Konzerten von über 100 Top-Musikern, 15 Musikspaziergängen mit Führer oder Podcast und 4 Straßensafaris mit Amateur-Kammermusik-Ensembles. Musikstücke von über 30 niederländischen Komponisten, darunter 5 Uraufführungen, werden live aufgeführt. Das Festival bietet viele Musikstile - vom Gamelan bis zum Streichquartett und von der Fanfare bis zum Klavier, Cello, Laute und Klarinette. Diese Ausgabe feiert 400 Jahre Sweelinck und 100 Jahre Diepenbrock, aber auch die neueste Musik zeitgenössischer Komponisten.
Neu: Indonesien, Suriname und Ungarn
Muze van Zuid 2021 feiert surinamische Komponisten aus dem Süden wie Jan Victor Dahlberg mit der hinduistanischen Sängerin Madhu Lalbahadoersing und dem Percussionisten Lidrick Solognier aus Aruba in Caravan von Julian Schneemann. Das Festival beleuchtet die Verbindungen zu Indonesien mit Ritual Bells, Global Gongs von Sinta Wullur, die einst ihr Studium Klavier und Komposition am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam-Zuid abschloss.
Darüber hinaus gibt es besondere Aufmerksamkeit für ungarische Musiker, die das Amsterdamer Musikleben präg(t)en, wie Géza Frid, Oskar Back und Tibor de Machula.
Das Amsterdamer Proeflokaal serviert Getränke und ein Dinner des Chefs beim Amstel Quartet. Erstmals bietet das Festival auch Live-Musik außerhalb des Concertgebouwbuurts, in der Berlage-Buurt und auf dem Stadionplein. Neu sind auch die musikalischen Straßensafaris, organisiert von Ensembles aus Het Orkest Amsterdam und UvA-Orkest J.Pzn Sweelinck. Die Orchestermusiker präsentieren sich in Kammerbesetzung und trainieren dafür bereits seit Mai unter der Leitung professioneller Coaches.
Auf der Bühne von Muze van Zuid 2021 treten unter anderem Cellistin Lidy Blijdorp, Sängerin Sterre Konijn, die Balkan Brothers, Neo-fanfare 9x13, das Nieuw Amsterdams Klarinet Kwartet, das Amstel Quartet, das Berlage Saxophone Quartet, das Aristos Quartet, Geiger Joris van Rijnen Emi Ohi Resnick, La Sfera Armoniosa mit Mike Fentross, Klarinettistin Anna voor de Wind, Ensemble Resilience und Ensemble Multifoon von Sinta Wullur auf. Consensus Vocalis unter der Leitung von Béni Csillag ist Hausorchester in dieser vierten Ausgabe des Festivals.
Die Pianisten Koenraad Spijker, Maxime Snaterse und Lestari Scholtes enthüllen Klaviermusik aus den Archiven, wie zum Beispiel von Johannes Meinardus Coenen und Johannes van Bree. Die drei Pianisten bringen diese selten oder nie gehörte Klaviermusik neben Topwerken von Debussy, Chopin und dem Russen Aleksandr Skrjabin auf, der einst in der Van Breestraat übernachtete.
Weitere Informationen und Ticketverkauf unter http://www.muzevanzuid.nl
- Fotos: Foppe Schut, Govert de Roos, Marc Borggreve
- Plakat: Janno Hahn