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Musikalische Meister in Harmonie: Amandine Beyer und Vadym Makarenko verzaubern in Tienen

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Musikalische Meister in Harmonie: Amandine Beyer und Vadym Makarenko verzaubern in Tienen
© Marie und Patrick Dirickx

Das Benefizkonzert Le rappel des oiseaux, organisiert von Kiwanis Hageland-Tienen am 3. Oktober in der wunderschönen OLV Ten Poelkerk van Tienen, war ein Abend voller musikalischer Finesse und Emotion. Auf der Bühne standen zwei außergewöhnliche Violistinnen: die Französin Amandine Beyer, ein vertrautes Gesicht in der Region, und ihre ehemalige Schülerin, die Ukrainerin Vadym Makarenko.

Amandine Beyer, die ihre musikalische Reise bereits im Alter von vier Jahren mit der Blockflöte begann, aber bald zur Violine wechselte, hat sich im Laufe der Jahre eine beeindruckende Karriere aufgebaut. Sie erhielt sowohl nationale als auch internationale Preise und gilt als eine der führenden Spezialistinnen für Barockvioline. Seit 2010 unterrichtet sie Barockvioline an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Vadym Makarenko, der seine ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren in der Ukraine erhielt, beschloss nach seinem Studium, seinen musikalischen Horizont in ganz Westeuropa zu erweitern. In Basel angekommen, nahm er Unterricht bei Beyer und entwickelte sich zu einem beliebten Gast bei Musikfestivals in ganz Europa.

Das Konzert eröffnete, nach einer unserer Meinung nach vielleicht etwas zu langen Einleitung, auf einzigartige Weise mit Le rappel des oiseaux von Jean-Philippe Rameau. Amandine und Vadym begannen jeweils an einer Seite der Kirche und spielten Violine, während sie vom Eingang zum Chor gingen. Die Kirche füllte sich schnell mit den fesselnden Klängen ihrer Violinen, was sofort für eine magische Atmosphäre sorgte.

Das geplante Programm enthielt Werke von Jean-Marie Leclair, L'Abbé Le Fils, Luigi Boccherini, Charles-Auguste de Bériot und Reinhold Glière, einem ukrainischen Komponisten mit vermutlich französischen oder belgischen Wurzeln. Nach dem ersten Satz eines Stückes in b-Moll für zwei Violinen von Leclair überraschte das Duo das Publikum jedoch, indem es vom angekündigten Programm abwich. Sie beschenkten die Anwesenden mit einer Sonate von Antonio Vivaldi und zwei Sätzen aus einer Serenata von Giovanni Battista Viotti. Nach diesen spontanen Zugaben setzten sie das geplante Programm fort, allerdings in etwas veränderter Reihenfolge.

Die Chemie zwischen Beyer und Makarenko war unverkennbar. Ihr Zusammenspiel, gekennzeichnet durch technische Präzision und emotionale Tiefe, sorgte dafür, dass die Werke mühelos zum Leben erwachten. Jedes Stück wurde mit so viel Finesse und Gefühl aufgeführt, dass das Publikum völlig mitgerissen wurde. Das Finale, ein Werk von Glière, bildete einen kraftvollen Schlusspunkt und eine Hommage an Makarenkos ukrainische Wurzeln.

Das Publikum reagierte begeistert und belohnte die Musiker mit einer stehenden Ovation. Dieser enthusiastische Empfang führte zu einer kurzen, aber herzerwärmenden „Zugabe" als Dank. Dieses Benefizkonzert war nicht nur eine Hommage an die wunderbare Musik verschiedener Epochen, sondern auch ein Beweis für die Kraft der Zusammenarbeit und musikalischen Tradition zwischen Lehrer und Schülerin.

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