Die Museumsgärten des Museum Hof van Busleyden werden im kommenden Jahr umgestaltet. Für das Entwurf, das eine geschichtete, zeitgenössische Antwort auf den Renaissancegarten bieten soll, zeichnet der Landschafts- und Gartenarchitekt Ronald van der Hilst verantwortlich, bekannt für die Hortus Conclusus in Antwerpen. Der bildende Künstler Berlinde De Bruyckere ist für die künstlerische Gestaltung zuständig.
Der Neugestaltung des Gartens ging eine historische Forschung voraus, um zu ermitteln, wie die Gärten während des Lebens von Hiëronymus van Busleyden ausgesehen haben müssen. Es geht um den großen Museumsgarten an der Sint-Janstraat und die beiden kleineren Innenhöfe an der Frederik de Merodestraat. Odile De Bruyn führte die historische Forschung durch, der Antwerpener Landschafts- und Gartenarchitekt Ronald van der Hilst ist für den Entwurf und die Ausführung verantwortlich. Er stellte ein Team zusammen mit unter anderem dem zeitgenössischen Künstler Berlinde De Bruyckere, die den künstlerischen Teil übernimmt.
Mit der Umgestaltung der Gärten möchte das Museum vor allem einen grünen Ort schaffen, an dem der Museumbesucher in aller Ruhe den Stadtpalast entdecken kann, aber auch Anwohner kurz abschalten oder Teilnehmer von Konzerten und Veranstaltungen genießen können. Speziell für Schulen und Kinder gibt es auch einen Bildungspavillon in einem der Gärten. Der Umbau wird mit Relancemitteln realisiert, die die flämische Tourismusministerin Zuhal Demir über Toerisme Vlaanderen bereitgestellt hat.
Flämische Tourismusministerin Zuhal Demir: „Mit der Neugestaltung der Museumsgärten des Museum Hof van Busleyden zu Renaissancegärten kommen wichtige Ankerpunkte meiner Politik zusammen: die Neubewertung eines historischen Ortes mit Seele, die Interpretation unseres Erbes durch einen wichtigen zeitgenössischen Meister und die Synergie zwischen Erbe, Kunst, Natur und Tourismus. Dies wird ein Vorbild für ausgewogenen und hochwertigen Tourismus sein, bei dem Bewohner, Besucher aus dem In- und Ausland, Unternehmer und der Ort selbst von diesem grünen Ruhepunkt profitieren."
Björn Siffer, Mechels Beigeordneter für Kultur: „Die historischen Gärten verbinden nicht nur das Museum mit den anderen Burgundischen Perlen in Mechelen, sondern sind auch ein wichtiges Bindeglied in dem Grüngürtel, der die großen Naturgebiete außerhalb der Stadt verbindet. Das Museum soll so ein Ausgangspunkt und ein Ziel für Besucher und für die Bewohner der Stadt sein. Mit üppigem Grün und dem künstlerischen Konzept rechnen wir auch mit internationalen Touristen, die historische Gärten lieben."
Kristl Strubbe, Direktorin des Museum Hof van Busleyden, fügt hinzu: „Dank der großzügigen Unterstützung von 600.000 Euro über Toerisme Vlaanderen können wir eine neue grüne Oase im Herzen der Stadt schaffen. Bei dem neuen naturnahen Entwurf wurde auf eine kühlende Wirkung geachtet, mit unter anderem Wasserflächen und mehr Schatten. Diese Gärten werden als Treffpunkt für verschiedene Zielgruppen dienen, aber auch ein „Zuhause" für alle Mecheler werden."
Ronald van der Hilst: „Zusammen mit meinem Team freue ich mich riesig darauf, diesem wunderschönen Renaissancepalast wieder echte Gärten geben zu können. Eine bessere Anleitung als die einzigartige Museumssammlung Besloten Hofjes kann man sich zur Gestaltung von Gärten für diesen Ort nicht wünschen. Das Thema der Hortus Conclusus (hortus - Garten, conclusus - umschlossen) – fasziniert mich seit Jahren, denn es ist die Quelle der Gartenarchitektur."
Zur Wiedereröffnung des Museums Anfang 2024 sollen die neuen Gärten fertig sein.