Zum Inhalt springen
Automatisch übersetzt · Original
Rezensionen

Toccata Andrea Buccarella (Cembalo)

A
· 2 Min. Lesezeit
Diesen Artikel teilen
Toccata Andrea Buccarella (Cembalo)

Elf Toccatas hintereinander wirken auf den ersten Blick wie zu viel des Guten, doch der Schein trügt, denn dieses sorgfältig zusammengestellte Programm bietet große Abwechslung, sowohl in Bezug auf die Musik und das Instrumentarium als auch auf das phänomenale Spiel von Andrea Buccarella, dem Cembalist, den wir auch als Organist und Dirigent kennen und der auf mehreren Labels bereits seine Sporen als eminenter Musiker verdient hat. Auch in dieser Aufnahme zeichnet sich sein Spiel durch Virtuosität und Spiritualität aus und die Merkmale der spätfünfzehnten venezianischen Toccata kommen bis ins Mark optimal zur Geltung: die freie Form, die Virtuosität und der improvisierte Charakter.

Buccarella phrasiert und verziert nicht nur abwechslungsreich, sondern sein fantasievolles Spiel entzieht sich auch der trockenen rhythmischen Motorik, die zu Unrecht mit dem Toccata-Stil verbunden wird. Er gehört zu den wenigen Cembalistinnen und Cembalistinnen, die innerhalb der historisierenden rhetorischen Grenzen die Kunst der agogischen Differenzierung wirklich verstehen und dadurch ihr Spiel unvervechselbar ausdrucksvoll machen. Buccarella beherrscht die Sprache dieser Musik vollständig und benötigt die Grammatik nicht, um sie optimal zum Sprechen zu bringen.

Die vier Cembali, von Philippe Humeau gefertigte Nachbauten nach u.a. Rückers und Gräbner, verbinden Klangschönheit mit Farbenfülle, wodurch diese Toccatas von u.a. Merulo, Sweelinck, Frescobaldi, Froberger, Weckmann, Buxtehude und Bach dank der hervorragenden Aufnahme in hellem Licht präsentiert werden.

Diesen Artikel teilen

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste, der kommentiert.

Kommentar hinterlassen

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

DE