Nach früheren Spielzeiten rund den Themen Geburt und Erwachsenwerden erreicht Concertgebouw Brugge 2025/26 eine neue Phase in seiner laufenden thematischen Erkundung des menschlichen Lebens. Liebe und Beziehungen bilden nun das pulsierende Herz der Saison — nicht nur in ihrer idealistischen Form, sondern auch mit Platz für ihre Komplexität, Verletzlichkeit und gesellschaftliche Relevanz.
[video width="1920" height="1080" mp4="https://klassiek-centraal.be/wp-content/uploads/2025/05/CGB-Seizoenstrailer01-16x9-v8-1.mp4"][/video]Eine Ode an die Liebe in all ihren Formen
Die neue Saison ist eine funkelnde Feier der Liebe in ihren vielen Erscheinungsformen: romantisch oder freundschaftlich, heteronormativ oder queer, körperlich oder spirituell. Damit wird das Thema nicht nur durch Schönheit und Begierde genährt, sondern auch durch Reflexion und Konfrontation.
Saisondenkerin Fleur Pierets, Schriftstellerin, Performerin und LGBTQ+-Aktivistin, ist eine prägnante Stimme, die die Schattenseiten und Herausforderungen rund um Liebe und Inklusion beleuchtet. Ihr Beitrag geht über das Wort allein hinaus und verschmilzt mit der visuellen Arbeit der Saisonkünstlerin Julie Calbert, die das Thema mit ihren poetischen Bildern auf eindrucksvolle Weise spürbar macht — sowohl in der Saisonbroschüre als auch an den Wänden des Concertgebouw selbst.
Künstlerischer Direktor Alexander Jocqué formuliert es treffend:
„Gibt es ein Thema, das mehr besungen, beschrieben, vertont und auf die Bühne gebracht wurde als die Liebe? Inspirationen in Hülle und Fülle für eine Saison voller Liebeserklärungen und -geschichten, und manchmal auch Liebeskummer oder Eifersucht."
Festivals als Liebesbriefe
Drei Saisonfestivals strukturieren das Thema als epistoläre Reise. Das Lieveling-Festival bildet die Liebeserklärung: Musik auf Texte des Sufi-Dichters Rumi, die übersetzten französischen Chansons von Alexandre Tharaud und das ergreifende Answer Machine Tape, 1987 von Philip Venables über Liebe in Zeiten von Aids.
Das Kammermusikfestival Têtes-à-têtes beleuchtet das breite Spektrum menschlicher Verbindung mit vier Programmlinien: musikalische Familien, Paare auf und neben der Bühne, klassische Liebesgeschichten und überraschende 'blind dates' zwischen Interpreten und Komponisten — durchgeführt vom Concertgebouw selbst.
Der Abschluss Forever yours konzentriert sich auf unmögliche Lieben: Romeo und Julia in Roméo et Juliette von Hector Berlioz, das mythische Paar aus Rameaus Les Boréades und eine zärtliche Choreografie von Ali Chahrour über Liebe zwischen Männern.
Zur Sommersonnenwende folgt ein ausgelassenes Saisonfinale — denn keine Saison atmet so viel Leidenschaft wie der Sommer.
Große Namen, bewährte Werte
Verschiedene künstlerische Schwergewichte unterstützen das Programm. Die Bach Academie, mit Hausensemble Vox Luminis, bringt unter anderem Hochzeitskantaten im Brügger Rathaus auf. Das Budapest Festival Orchestra bringt die leidenschaftlichen Klänge von Tristan und Isolde, mit sowohl dem Vorspiel als auch dem Liebestod auf dem Programm.
Darüber hinaus bietet die Saison neue Ausgaben des Polyphonie-Festivals GOLD — mit Fokus auf Maria von Burgund —, Jazz Brugge (in Zusammenarbeit mit KAAP) und das Tanzfestival December Dance (mit Cultuurcentrum Brugge und KAAP), das sich immer mehr als Plattform für Neuwerke positioniert.
Neue Künstler und nachhaltige Beziehungen
Drei neue Künstler werden willkommen geheißen: Tänzer und Choreograf Guilhem Chatir, Tenor und Barockspecialist Reinoud Van Mechelen und Violinistin Aisha Orazbayeva. Sie erhalten Raum, um neue künstlerische Wege innerhalb des Hauses zu erkunden.
Darüber hinaus setzt das Concertgebouw auf seine Close Connections-Partner, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Rotterdams Philharmonisch Orkest und das Gürzenich-Orchester Köln. Sie bringen sowohl vertrautes Repertoire als auch neue Kreationen.
Die Saisonprogrammation ist zudem mit internationalen kulturellen Kooperationen verflochten. EUROPALIA setzt auf ESPAÑA und plant in Brügge ein besonderes Projekt rund um Children's Games des Künstlers Francis Alÿs, in Koproduktion mit Ultima Oslo, Wien Modern und Warsaw Autumn. In der neuen Ausstellungshalle BRUSK treten seine Videos in Dialog mit zeitgenössischen Kompositionen.
Flämische Verbindlichkeiten
Auch lokal werden wertvolle Bindungen geschaffen. So führt die vorübergehende Schließung der Opera Gent wegen Renovierung zu einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Opera Ballet Vlaanderen. Jede Saison wird eine vollständig inszenierte Opernproduktion in Brügge zu sehen sein. Für die Premiere wird sich für Carmen von Georges Bizet entschieden — ein beliebtes Werk, das das Liebesthema perfekt verkörpert.
Eine weitere bemerkenswerte Initiative ist die Erinnerung an den zehnten Jahrestag des Todes von Komponist Luc Brewaeys (1959–2015). Über die Saison verteilt bringen flämische Ensembles und Orchester gemeinsam alle seine Symphonien auf, was diesen Tribut zu einem einzigartigen und verbindenden Projekt im flämischen Musikleben macht.
Praktischer Überblick Saison 2025/26
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Zentrale Thematik: Liebe & Beziehungen — Toujours l'amour
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Saisondenkerin: Fleur Pierets
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Saisonkünstlerin: Julie Calbert
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Vier thematische Festivals: Lieveling, Têtes-à-têtes, Forever yours, Zomerwende
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Neue Künstler: Guilhem Chatir, Reinoud Van Mechelen, Aisha Orazbayeva
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Hausensembles: Rosas, Anima Eterna Brugge, Vox Luminis
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Close Connections: LPO, RPhO, Gürzenich-Orchester
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Internationale Koproduktionen: EUROPALIA, BRUSK, Children's Games (mit Francis Alÿs)
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Neue Opernpartnerschaft: Opera Ballet Vlaanderen — Beginn mit Carmen (Bizet)
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Gedenkveranstaltung: 10 Jahre Todestag Luc Brewaeys — kompletter Symphoniezyklus
Ticketverkauf
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Freunde und Keys: Beginn am 13. Mai um 9 Uhr
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Allgemeines Publikum: ab 20. Mai um 9 Uhr
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Vollständiges Programm und Tickets via: www.concertgebouw.be