Ende März setzt die Alamire Foundation ihre Festlichkeiten anlässlich ihres 30. Geburtstags 'live' in Rom und dem Vatikan fort. Am Freitag, 27. August 2021, war es genau 500 Jahre her, dass Josquin des Prez starb. Um dieses Ereignis zu gedenken, organisiert die Alamire Foundation am 29. und 30. März ein festliches Ereignis mit Konferenz, akademischer Sitzung und Konzert rund um den franko-flämischen Polyphonisten in Anwesenheit von Ministerpräsident Jan Jambon und Rektor der KU Leuven Luc Sels.
Anlässlich dieser besonderen Jubiläen schuf die Alamire Foundation MISSE JOSQUIN, eine Doku-Konzertreihe über das Messenrepertoire von Josquin des Prez. Diese Produktion ist das Ergebnis einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen renommierten Partnern wie der KBR, AMUZ und KU Leuven, fünfzehn führenden Musikwissenschaftlern von Universitäten auf der ganzen Welt und einem internationalen Ensemble von Ausführenden: Blue Heron (USA), Cappella Mariana (CZ), Cappella Pratensis (NL), Huelgas Ensemble (BE), Stile Antico (GB), Vocal Ensemble Cappella (JP) und Vox Luminis (BE). In zwölf Folgen und insgesamt zehn Stunden Dokumentarmaterial bietet jedes von ihnen einen interessanten Einblick in die Messen, die mit Sicherheit Josquin zugeschrieben werden können.
Die Doku-Konzertreihe MISSE JOSQUIN wird heute von Rom aus auf der brandneuen virtuellen Plattform alamire.tv gestartet, wo Sie alle zwölf Folgen jetzt vollständig ansehen können. Die Serie wird darüber hinaus auch unter dem neuen Label Alamire Foundation Editions in einer nichtkommerziellen, limitierten Ausgabe DVD-Box herausgegeben. Wir sind überglücklich, dass wir das allererste Exemplar an Seine Heiligkeit Papst Franziskus überreichen durften, in den Fußstapfen von Josquin, an einem Ort, wo der Komponist selbst sang und komponierte.
Die Alamire Foundation möchte mit dieser Serie zur Forschung über Josquin in den kommenden Jahrzehnten und zur Vermittlung dieses außergewöhnlichen Klangpatrimoniums an ein breites Publikum beitragen.
"Wenn wir von polyphoner Musik sprechen, war Josquin des Prez sicherlich das Aushängeschild seiner Generation, am Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts", sagte Ministerpräsident der Flämischen Regierung Jan Jambon. "Wie Gemälde, Wandteppiche und andere kostbare Gegenstände war Musik eines der hochwertigen Luxusprodukte, die für den Wohlstand der Burgunderländisch-Habsburgischen Niederlande während des Übergangs vom Mittelalter zur Renaissance bestimmend waren. Die Handelsbeziehugen zwischen den flämischen und italienischen Städten gingen einher mit intensiven Kulturaustausch, die auch von der lokalen Aristokratie, dem Bürgertum und den kirchlichen Institutionen in beiden Regionen gefördert und intensiviert wurden. Darüber hinaus spielte sich die Karriere von Josquin des Prez während mehrerer Jahre in Italien ab, mit unter anderem einer Residenz am päpstlichen Hof."