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Walden Festival 2023: Nachhaltigkeit und musikalische Vielfalt in Gärten und Parks

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· 4 Min. Lesezeit
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Walden Festival 2023: Nachhaltigkeit und musikalische Vielfalt in Gärten und Parks

Im Wochenende des 15. und 16. Juli findet in Brüssel zum dritten Mal das Walden Festival statt. Es ist eine bemerkenswerte Kombination aus klassischer Musik, Weltmusik und Jazz in einer grünen Umgebung. Ein Gespräch mit Joost Fonteyne, Intendant.

„Mit dem Walden Festival präsentieren wir klassische und zeitgenössische Musik, Jazz und auch nicht-westliche Musik in einem sehr informellen Kontext. Es ist die dritte Ausgabe. Wir suchen nach dem Musikliebhaber, der breiter schaut als nur klassische Musik. Bei uns kannst du auf sehr zugängliche Weise kurze Konzerte erleben (35 bis 40 Minuten) an fantastischen Orten wie der grünen Umgebung des Leopoldpark in Brüssel. Darüber hinaus findet das Festival in und um Gebäuden wie der Bibliothek Solvay statt, einem Juwel des Art-déco-Stils, aber auch dem von Horta entworfenen Lycée Jacqmain, dessen Festsaal wir nutzen dürfen. Dann sind da noch die herrlichen Gärten des Museums für Naturwissenschaften und der Garten des Wiertz Museums, der in Citizens Garden (Bürgergarten) umbenannt wurde und vom Europäischen Parlament betrieben wird. Das ist ein wunderbar schöner Ort, an dem du zwischen Büsten von Philosophen wie Plato und Sokrates Musik hören kannst."

Was macht Walden zu einem typisch Brüsseler Festival?

„Wir haben ein Festival, das auf sehr organische Weise klassische Musik mit Jazz, New Classical und Weltmusik verbindet. Das tun wir auch aus der Vielfalt heraus, die Brüssel bietet, was bedeutet, dass auch viele Brüsseler Künstler in unserem Programm vertreten sind. Brüssel hat eine sehr vielfältige Gesellschaft und wir wollen eine Abspiegelung davon sein. Wir haben zum Beispiel das Aleph-Quintett, einschließlich eines Oud-Spielers, Gitarrist Julien Tassin und Brüsseler Philippe Herreweghe mit seinem Collegium Vocale. Aber es ist Brüssel in dem Sinne, dass vor allem die Orte hervorstechen. Das ist eine Tatsache, auch dass Brüssel eine der grünsten Hauptstädte Europas ist und wir eine dieser grünen Lungen nutzen können. Das ist typisch Brüssel. Aber ich war auch inspiriert vom WoNDeRFeeL Festival im niederländischen 's-Graveland, nämlich um den Look & Feel eines Popfestivals auf ein Festival klassischer Musik und Verwandtes zu übertragen. Das wollen wir in Brüssel auch haben und mit dieser dritten Ausgabe sind wir bereits ein großes Stück vorangekommen."

Hat das Festival einen Bezug zur Naturphilosophie von Henry Thoreau?

„Das Buch Walden von Thoreau enthält Reflexionen über eine bessere Gesellschaft, in der er Philosophie und Naturbetrachtungen miteinander verbunden hat. Es ist ein Kultbuch, das immer wieder auftaucht, und wir fanden das passend, weil wir uns auch im Festival auf sehr effektive Weise mit Nachhaltigkeit befassen. Wir haben eine Nachhaltigkeitscharta mit 7 Elementen geschrieben. Zum Beispiel das Essen auf dem Festival, das vollständig vegetarisch ist. Es geht darum, mit Respekt vor der Umgebung zu genießen, nämlich der genutzten Umgebung, und sie so zurückzugeben, wie sie war. Wir motivieren sowohl Künstler als auch Publikum, die Auswirkungen von Reisen zu minimieren. Künstler, die von nicht weit entfernt kommen, bitten wir, mit dem Zug zu fahren. Auch in unserer Kommunikation sind wir so nachhaltig wie möglich, indem wir den Druck auf das Minimum beschränken. Wir unterstützen ein Projekt mit Bos+, bei dem Menschen spenden können, um die Begrünung der Brüsseler Hauptstadt durch junge Menschen aus benachteiligten Gruppen zu ermöglichen. Das tun wir zusammen mit der Nationalen Lotterie. Eine andere Assoziation des Namens Walden ist die mit der Radiosendung Walden auf dem klassischen Radiosender Klara, wo wir am Samstag, 15. Juli von 18:00 bis 22:00 Uhr und Sonntag, 16. Juli von 14:00 bis 20:00 Uhr live im Radio zu hören sind."

Was sticht dieses Jahr heraus?

„Ich bin sehr erfreut, dass wir Lorenzo Gatto zusammen mit Brussels Philharmonic im herrlichen Violinkonzert von Philip Glass präsentieren können. Ich bin auch sehr erfreut, dass wir aus den Niederlanden Pianist und Komponist Joep Beving haben, der ein sehr großes Publikum anspricht. Auch das Trio Joubrand mit 3 palästinensischen Brüdern, die Oud (Laute) spielen und in Frankreich Halbstars sind. Das Collegium Vocale ist natürlich fantastisch, es dabei zu haben. Und das Jazzprojekt von Emile Parisien (Sopransax) und Vincent Peirani (Akkordeon) ist großartig.

Unsere Stärke ist die Kombination zwischen den verschiedenen Genres in der Umgebung, die wir jetzt haben. Das müssen wir auf jeden Fall beibehalten. Punkte, an denen wir noch weiterarbeiten wollen, sind die Stärkung der Beziehung zur Stadt Brüssel, zum Beispiel durch die Einbeziehung noch mehr Brüsseler Künstler in die Geschichte, und Nachhaltigkeit. Darin können wir noch viel weiter gehen, das ist ein Arbeitspunkt, der ständig aktuell bleibt."


WAS: Walden Festival
WO: Park Leopold, Brüssel
WANN: 15. und 16. Juli 2023
ORGANISATION: Festival van Vlaanderen Brussel
TICKETS UND INFO: www.waldenfestival.be

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