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Bach: Goldberg Variations

Pi-hsien Chen

Label
Phil.Harmonie
Katalognummer
PHIL 06006
EAN / Barcode
4250317416063
Erscheinungsdatum
3 Februar 2022
'Aria mit verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit zwei Manualen denen Liebhabern zur Gemüths Ergetzung verfertigt von Johann Sebastian Bach' ist die Überschrift auf dem Umschlag der Erstausgabe der Komposition, die heute 'Goldberg Variationen' genannt wird. Bach wurde von dem russischen Gesandten am Dresdner Hof, Graf Hermann von Kayserling, beauftragt, diese zu komponieren. Der Graf, der an Schlaflosigkeit litt, hatte um Klavierstücke von „sanftem und etwas lustigem Charakter" gebeten. Sein privater Cemballist, Johann Theophilus Goldberg, sollte sie ihm nachts vorspielen, um ihn aufzuheitern. Bach kam der Bitte des Grafen gerne nach und schuf den umfangreichen Zyklus einer Arie mit 30 Variationen. Kayserling war von der Musik begeistert. Bach erhielt einen goldenen Pokal mit 100 Louisdor. Dieses Meisterwerk beginnt und endet mit einer Arie mit Sarabanden-Charakter und ist bereits im 'Klavierbüchlein für Anna Magdalena Bach' zu finden. Wie bei barocken Variationszyklen häufig der Fall, basieren die dazwischenliegenden Variationen nicht auf der Melodie der Arie, sondern vielmehr auf ihrem Bass und den Bass-Harmonien. Die Komposition hat eine klar erkennbare Struktur. Insgesamt besteht sie aus zehn Gruppen mit je drei Variationen. Jede dritte Variation ist ein Kanon, dessen Intervalle vom Unisono bis zur None ansteigen. Die zweiteilige Gliederung des gesamten Zyklus wird durch eine französische Ouvertüre zu Beginn der 16. Variation gekennzeichnet. Besondere Aufmerksamkeit sollte der 25. Variation, einem Adagio in g-Moll, gewidmet werden. Mit ihrem traurigen und schmerzvollen Ausdruck gehört sie zu den tiefsten, die J. S. Bach geschrieben hat. In seinen letzten Variationen entschied sich Bach für ein unterhaltsames 'Quodlibet', das durch zwei Volkslieder gekennzeichnet ist. Sie werden kunstvoll zum Bass hinzugefügt: 'Kraut und Rüben haben mich vertreiben' und 'Ich bin so lang nicht bei dir gewest: ruck her, ruck her, ruck her.' Danach hören wir die anfängliche Arie vom Anfang erneut. Wir sind einen Kreis vollendet. Goldbergs Spiel für den Grafen kann erneut beginnen... Hans-Ludwig Feldgen

Auch bei Phil.Harmonie

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