Chopin: Complete Piano Concertos
Christian Zacharias, Orchestre de Chambre de Lausanne
- EAN / Barcode
- 0760623239163
- Format
- Digital
Eine glücklichere Verbindung von Poesie und Virtuosität ist kaum vorstellbar: Der 20-jährige Frédéric Chopin hatte die beiden Konzerte noch in Warschau komponiert für sein vielgerühmtes Debüt in Paris. Und Christian Zacharias weiß wie kein anderer die intimen und extraverten Momente dieser Musik zu ihrem Recht kommen zu lassen. In der „Preziosa"-Reihe von MDG sind Chopins Klavierkonzerte neu herausgegeben, neu gemischt und sorgfältig gemastert, und nun erstmals auf Super Audio CD erhältlich – für ein typisches MDG-Klangerlebnis, das dir von Kopf bis Fuß ein gutes Gefühl gibt.
Dass die Aufnahme aus 2003 noch genauso frisch klingt wie am ersten Tag, ist nicht nur dem phänomenalen Einsatz der Künstler zu verdanken, sondern auch der Sorgfalt und Genauigkeit, mit der die Aufnahme zustande gekommen ist. Wie immer bei Preziosa bietet Labelchef Werner Dabringhaus fesselnde und unterhaltsame Einblicke in den Entstehungsprozess.
Die Künstler können sich vollständig in die Musik vertiefen, was von der ersten bis zur letzten Note spürbar ist. Besonders ergreifend: Die persönlichen Momente in den langsamen Mittelsätzen strahlen eine Intimität aus, die unmittelbar das Herz berührt, darunter die unerfüllte Romanze eines »Traums in einer schönen, mondbeglänzten Frühlingsnacht«...
Christian Zacharias war jahrelang Generalmusikdirektor in Lausanne; die Aufnahme der Chopin-Konzerte ist einer der Höhepunkte einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit. Die Art und Weise, wie das Orchester die Bühne für die Solisten freigibt, ist ein wahrer Genuss: eine Zusammenarbeit, die pure Freude bereitet!
Rezensionen
„(++++) Eine absolute Empfehlung. Manchmal kann etwas, das dir am Herzen liegt, gleich viel Arbeit wie Liebe bedeuten. Das scheint bei diesen Aufnahmen von Chopins Klavierkonzerten mit Christian Zacharias der Fall zu sein – wie aus der außergewöhnlich fesselnden und informativen Erläuterung von Werner Dabringhaus hervorgeht. Diese Aufnahmen stammen aus 2003 (Konzert Nr. 2) und 2004 (Konzert Nr. 1) und werden nun auf MDG Preziosa veröffentlicht, eine Art ‚Archiv'-Label innerhalb des Unternehmens. Wer denkt, dass klassische Aufnahmen hauptsächlich davon handeln, Mikrofone zu platzieren und an ein paar Knöpfen oder Lautstärke- und Balancereglern hier und da zu spielen, woraufhin die Musiker einfach machen können, was sie wollen, wird durch Dabringhaus' Beschreibung der Komplexität dieser spezifischen Aufnahmen vom Gegenteil überzeugt. Darin werden alle möglichen Dinge behandelt, von der Unmöglichkeit, die Klimaanlage im Regieraum zu nutzen, bis zur Notwendigkeit, die Instrumente anders aufzustellen, um den Klang in einem Theatersaal, der nicht für Orchesteraufführungen konzipiert war, genau zu erfassen – und das alles, nachdem der Aufnahmeort zunächst wegen ungenauen Kartendaten nicht gefunden werden konnte. Dabringhaus' Erinnerungen bilden eine gut erzählte Geschichte über Ereignisse, die im Nachhinein amusant und denkwürdig sind... Sie bieten einen breiteren Kontext als Hörer normalerweise bekommen, um zu verstehen, wie eine bestimmte Aufnahme zustande kam, die sonst vielleicht nicht der Mühe wert gewesen wäre. Das alles wäre natürlich nicht von großem Belang, wenn es musikalisch nicht die Mühe wert gewesen wäre, die Aufführungen für die Veröffentlichung im SACD-Format neu zu mastern. Glücklicherweise macht Christian Zacharias' Gespür für Chopin, sowohl als Pianist als auch als Dirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne, diese Veröffentlichung zu einer sehr lohnenden Erfahrung, die vom Publikum keine Vorkenntnisse über die Entstehungsgeschichte erfordert, um es tief in die hochwertigen Interpretationen eintauchen zu lassen." (transcentury.blogspot.com)
„Neben den Klavierkonzerten von Schumann und Brahms gehören die von Frédéric Chopin sicherlich zu den am häufigsten gespielten in den Konzertsälen dieses Landes. Es gibt unzählige Aufnahmen, die sich oft nur minimal voneinander unterscheiden. Was diese Aufnahmen, die bereits vor mehr als zwanzig Jahren gemacht wurden, über den Rest erhebt, ist vor allem die Umsetzung dessen, was Robert Schumann wahrscheinlich als 'poetisch' bezeichnet hätte und was sich in diesen beiden frühen Werken von Chopin vor allem in den langsamen Mittelsätzen offenbart. Denn während die äußeren Teile nicht zuletzt als virtuose Showstücke konzipiert sind, sind die beiden Larghetti viel intimer und klanglich subtiler in ihrer Art. Und gerade an diesem Punkt zeigt sich die große Einfühlung und dynamische Nuanciertheit von Christian Zacharias' Spiel. Er lässt diese 'poetische Idee' glänzen und gleichzeitig das Klavier singen. So farbenreich, empfindsam und klanglich fein nuanciert möchte man Chopin immer hören." (Klassik Festival) Stereoplay 07/05: »Die unverkennbare Spielfreude äußert sich unmittelbar in Eleganz und in einer gleichermaßen sinnvollen wie schönen Phrasierung; die zarte Artikulation und der feine Klang sind ganz darauf ausgerichtet, die Musik zum Erklingen zu bringen.«
„Chopins Klavierkonzerte sind die perfekte Verschmelzung von Virtuosität und tiefem Ausdruck. In dieser Aufnahme erweckt Christian Zacharias jeden intimen und ausgelassenen Moment mit unvergleichlicher Sensibilität zum Leben. Die Zuhörer werden von der lyrischen Tiefe und den poetischen Nuancen jedes Satzes verzaubert. Zacharias' jahrelange Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne kommt in diesen Aufnahmen vollständig zur Geltung. Das Orchester sorgt für eine aufmerksame, fein abgestimmte Begleitung, die die Interpretation des Pianisten zur Geltung bringt. Diese Synergie verwandelt jeden Durchgang in einen lebendigen, emotional mitreißenden musikalischen Dialog." (HRAudio.net)