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Debussy & Crumb

Martin Klett

Label
CAvi
Katalognummer
AVI 8553484
EAN / Barcode
4260085534845
Erscheinungsdatum
3 Dezember 2020
Ein Porträt der Magie im Klang "Claude Debussy wird oft als musikalischer Impressionist bezeichnet. Es ist jedoch irreführend, dies zu tun, da Debussy nicht wirklich mit den bildenden Künstlern verbunden war, die dieser Strömung angehörten. Stattdessen verstand er sich als Anhänger des Symbolismus, wie man an seiner Wahl der Texte für musikalische Vertonungen und an seiner Oper Pelléas et Mélisande erkennen kann; er wandte sich schließlich gegen die Verbindung von Musik mit Bildlichkeit. In seinen zwei Bänden der Préludes waren die Themen oder poetischen Beschreibungen nicht als Titel vorhanden, sondern erschienen in Klammern am Ende jedes Stückes – eher wie Untertitel als Titel. Somit knüpfen die Préludes an frühere Meilensteine des Genres an: In den Präludien von Bach und Chopin war das Zentrum der Aufmerksamkeit nicht die musikalische Illustration, sondern das Klavier selbst…….…… Der Aspekt der Magie im Klang ist nicht nur in Debussys Zyklus der Préludes prominent, sondern auch in einem anderen Zyklus: Makrokosmos, den der amerikanische Komponist George Crumb 1972 zu schreiben begann. Makrokosmos wuchs schließlich zu vier Bänden heran und erlangte Legendenstatus. Die ersten zwei Bände sind für Soloklavier; die Bände 3 und 4 sind für zwei Klaviere und Schlagzeug bzw. für Klavier vierhändig. Zeitgenössische Ausführungstechniken sind in allen vier Bänden prominent, einschließlich des Klopfens und Anschlagts auf den Klavierrahmen oder des Kratzens der Saiten. Die Umwandlung der Klangfarbe ist ein wesentliches Element für Crumb, der Alchemie im Sinn hatte. Aspekte des Okkultismus sind prominent im ersten Band, der den Tierkreiszeichen gewidmet ist – nicht im astronomischen Sinne, sondern im astrologischen, d. h. der Einfluss der Tierkreiszeichen auf die Entwicklung und den Charakter einer Person. Crumbs Makrokosmos ist somit ebenfalls eine Sammlung von Charakterstücken wie die romantischeren, die Schumann im 19. Jahrhundert für Klavier schrieb. Wie Schumann widmete Crumb seine Stücke konkreten Menschen: Er verschlüsselte ihre Identität in Abkürzungen, und die Rätsel sind leicht zu lösen. Das fünfte Stück, „The Phantom Gondolier", steht im Zeichen des Skorpion, das sein Einfluss auf das Leben derer ausübt, die ab 24. Oktober geboren sind – genau der Tag, an dem George Crumb 1929 geboren wurde. Dieses Stück ist somit ein atemberaubendes Selbstporträt. Wir hören Heulen und Stöhnen durch die Weite des Weltraums; alles andere bleibt ein Rätsel…. .." (Auszüge aus den Booklet-Noten von Bernd Künzig)

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