Études pour la harpe - Studies for the harp
Sophie Hallynck
Felix Godefroid, der unvergleichliche Virtuose, der als der Paganini der Harfe bekannt ist, war auch als Komponist und Pädagoge tätig. Sophie Hallynck präsentiert die Studien des Komponisten mit großer Virtuosität in dieser Aufnahme. Die Stücke, entworfen für den Eigengebrauch und den von Spezialisten, sind sowohl "absolute Musik" - wie die zu Recht berühmte Etude op. 193 - als auch malerische oder sentimentale Charakterstücke. Die musikalischen Miniaturen strotzen vor Musikalität in einem verfeinerten Stil, aber sie sind in erster Linie der Ausdruck eines pädagogischen Programms. Godefroid sah seine Etüden als eine wahre Schule für Harfenisten. Jedes technische Problem wird zum Medium für einen musikalischen Ausdruck - ein Ansatz, der diesen Etüden einen außergewöhnlichen Reichtum und eine besondere Bedeutung verleiht. Sie basieren oft auf einer der Melodien, die Godefroid so gut beherrschte, und zeichnen sich durch einen starken Ausdruckscharakter aus, der von Fröhlichkeit bis zu Melancholie variiert, sowie Struktur, Rhythmus, neue Klangfarben und harmonische Überraschungen, denen es nicht an Kühnheit mangelt. Sophie Hallynck hat sich den technischen Herausforderungen jeder Etude gestellt und ist dabei dem Geist der Periode treu geblieben, wobei sie ein subtiles Gleichgewicht zwischen Virtuosität und Ausdruck angestrebt hat. Ihr wesentliches Ziel war immer, die Technik durch die Musik zum Leben zu erwecken, ohne die Emotion, die von ihr ausgeht, zu verschleiern.