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Euforia

Isao Nakamura, Irvine Arditti, Mike Svoboda

Format
Digital
Die Werke des Violinisten und Komponisten Nicolaus Richter de Vroe (*1955) werden regelmäßig von den renommiertesten Veranstaltern und Festivals zeitgenössischer Musik aufgeführt. Der Musiker begann seine Ausbildung an der Spezialmusikschule in Dresden, jetzt die Sächsische Staatsschule für Musik Carl Maria von Weber. Nach seinem Geigenstudium am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau war er in verschiedenen Kammermusik-, Improvisations- und experimentellen Ensembles tätig. 1980 wurde er Mitglied der Staatskapelle Berlin und vollendete sein Kompositionsstudium bei Friedrich Goldmann und Georg Katzer an der Kunstakademie der DDR. 1982 gründete er das Ensemble für Neue Musik Berlin (Ost), das sich schnell zu einem wichtigen Forum für avancierte Musik in der DDR entwickelte. Seit Mitte der 1980er Jahre ist Richter de Vroe mit Aufführungen seiner Werke und als Performer auf allen ARD-Radiosendern und auf internationalen Festivals präsent. 1988 wurde er Mitglied des Bayerischen Rundfunk Symphonieorchesters; ein Jahr später gründete er das XSEMBLE München – ein Ensemble, das sich durch experimentelle Programmierung und stilistische Offenheit auszeichnet. 1996 war er Mitgründer der Münchener Gesellschaft für Neue Musik, die sich für die Förderung zeitgenössischer Musik einsetzt. Neben seiner Arbeit als Komponist und Performer ist Richter de Vroe seit 1994 regelmäßig zu Gast an Goethe-Instituten auf der ganzen Welt, wo er Vorträge, Porträtkonzerte und Präsentationen seines Werkes gibt. 2008 wurde er an die Sächsische Kunstakademie zugelassen. Richter de Vroe's Komposition TETRAДb IV für vier Solisten und Orchester wurde 2002 im Auftrag von musica viva der Bayerischer Rundfunk geschrieben. Die Uraufführung auf dieser CD durch Isao Nakamura (Schlagzeug), Irvine Arditti (Violine), Mike Svoboda (Posaune) und Isabeella Beumer (Gesang) und das Bayerische Rundfunk Symphonieorchester unter der Leitung von Peter Rundel fand am 15. November 2002 in der Herkulessaal der Residenz in München statt. - Obwohl das große Orchester von vier Solisten unterstützt wird, ist das Werk kein Konzert oder Concerto Grosso. Die Solopartien sind so unterschiedlich, dass sie sich während eines Konzerts kaum miteinander messen können. Sie erscheinen auch nacheinander; jede charakterisiert einen längeren Teil des Werkes mit seiner spezifischen Diktion und erst gegen Ende sind sie zusammen zu hören. Der Solo des Sängers basiert auf einem Gedicht des experimentellen russischen Dichters Daniil Charms. Richter de Vroe's künstlerische Affinität zu Charms' Gedankenwelt kommt zum Ausdruck in dem Titel TETRAДb IV - das russische Wort „Tetra", von dem nur der letzte Buchstabe in kyrillisch geschrieben wird, bedeutet „Büchlein" - und in der experimentellen Herangehensweise an seinen Text. Shibuya Movements für Orchester war ebenfalls ein Auftrag von musica viva der Bayerischer Rundfunk 1991/92. Diese CD bietet eine Aufnahme der Uraufführung am 15. Mai 1992 durch das Bayerische Rundfunk Symphonieorchester unter der Leitung von Cristóbal Halffter in der Herkulessaal der Residenz in München. Euforia für Orchester wurde 2009 komponiert; die Uraufführung am 31. Oktober 2009 durch das Bayerische Rundfunk Symphonieorchester unter der Leitung von Mariss Jansons fand ebenfalls in der Herkulessaal der Residenz München statt.

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