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Louis Vierne – Piano Works Vol. 1

Michael Schöch

EAN / Barcode
0760623239262
Format
Digital
Louis Vierne hat ein bahnbrechendes Oeuvre für die Orgel hinterlassen. Seine außergewöhnlich anspruchsvolle und hochwertige Musik in nahezu allen anderen Genres ist seitdem jedoch in Vergessenheit geraten. Michael Schöch, wie Vierne ein Virtuose sowohl an der Orgel als auch am Konzertflügel, widmet seine neueste SACD dem vollständigen Klavierwerk des französischen Spätromantiker. Bereits die erste Folge, mit Schwerpunkt auf frühe Werke, zeigt einen vielseitigen Komponisten, der äußerst pianistisch zu schreiben versteht und dabei subtile Stimmungsbilder auf die Bühne zaubert. Die »Suite Bourguignonne« von 1899 beschreibt in sieben idyllischen Charakterstücken einen Tag auf dem Land, vom Morgensang bis zum »Clair de lune«. Debussy ist hier nicht fern, ebenso wie bei den drei Nocturnes op. 35: Inspiriert durch den erhabenen nächtlichen Eindruck der mächtigen Kathedrale St. Ouen in Rouen erinnert die erste an die »Cathédrale engloutie« des berühmten Kollegen – die von Sternen erfüllte nächtliche Atmosphäre der dritten enthält sogar den Gesang einer Nachtigall… Michael Schöch versteht es, diese farbenfrohe Musik mit strahlender Eleganz zu gestalten. Neben den großen Zyklen widmet sich der ebenso entdeckungslustige wie vielseitige Künstler auch den kleineren Stücken, von denen einige erst postum veröffentlicht wurden. Bei der Aufnahme im Konzertsaal der Abtei Marienmünster wird er von dem unverkennbaren Klang des Steinway-Konzertflügels »Manfred Bürki« unterstützt, der mit seinem Baujahr 1901 genau zur Entstehungszeit dieser Werke passt. Wir dürfen uns schon auf die Fortsetzung freuen, dann mit Kompositionen aus der späteren Schaffensperiode!

Rezensionen

„Louis Vierne ist vor allem für seine Orgelwerke und als jahrelanger Titularorganist der großen Orgel in der Notre-Dame in Paris bekannt – so sehr sogar, dass er an der künstlerischen Spieltisch dieser Orgel starb. Was viele jedoch nicht wissen, ist sein Vermächtnis an Klavierwerken, die nun dank MDG in hoher Auflösung erhältlich sind; den ersten Teil davon stellen wir hier vor. Zugegeben, es handelt sich nicht gerade um Kernrepertoire, aber erfahrene Sammler werden sich über ihre Regale freuen... mit einer hervorragend aufgenommenen Serie, die derzeit in Arbeit ist. In der Interpretation von Michael Schöch kommt es wie eine Sammlung wunderbar gemalter, spätromantischer Klavierwerke von, ich zitiere aus dem Begleitbuch, »einem Komponisten beeindruckender Salonmusik«. Das müssen wir positiv sehen... Sucht man nach einer möglichen Verbindung zwischen einem mitteleuropäischen Pianisten und einem anderen, der französische Klavierwerke so bemerkenswert gut interpretiert, könnte der gemeinsame Nenner in der Orgel liegen. Wie Vierne ist Schöch ein begabter Organist (Erster Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2011, Abteilung Orgel) und damit ebenso stilvoll mit dem Klavier verbunden wie Vierne es war.« (HRAudio.net) „Louis Vierne (1870–1937) war sein ganzes Leben lang Organist in der Notre-Dame in Paris, wo er einige der beeindruckendsten Orgelwerke komponierte, für die er vor allem bekannt und bewundert wird. Bevor ich mir diese neue Aufnahme anhörte, hatte ich noch nie etwas von seiner Klaviermusik gehört, und angesichts seiner Karriere als Organist erwartete ich pedantische und schwerfällige Musik zu hören. Stellen Sie sich meine angenehme Überraschung vor, als ich das Eröffnungsstück „Aubade" aus der „Suite bourguignonne" hörte. Der leichte, luftige und schnelle Stil erinnerte mich sofort an die Musik von Maurice Ravel oder sogar Claude Debussy. In die gleiche Richtung gehen die »Danse rustique«, ebenfalls aus der »Suite bourguignonne«, der »Air à danser« und das »Divertissement« aus den »Silhouettes d'enfants«, die alle mit einer lebendigen Haltung von Michael Schöch aufgeführt werden, der zufällig auch Organist ist und Gewinner des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in der Kategorie Orgel... Ich hatte absolut keine Ahnung, dass ein Kirchenorganist so mühelos in die Rolle eines Impressionisten schlüpfen kann. Wenn Sie Klaviermusik lieben und nach etwas suchen, das selten erwähnt oder sogar aufgeführt wird, wäre dies sicherlich eine schöne Ergänzung zu Ihrer Sammlung.« (Classical Music Sentinel)

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