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Melodramas

Isabelle Vogt / Lars Vogt

Label
CAvi
Katalognummer
AVI 8553204
EAN / Barcode
4260085532049
Erscheinungsdatum
3 Februar 2022
Du musst dich selbst zum Teil des Moments machen….. Isabelle und Lars Vogt im Gespräch mit Friederike Westerhaus Was brachte dich auf die Idee, diese Werke zusammen aufzunehmen? Isabelle: Es war ursprünglich Papas Idee. Seit ich vier Jahre alt bin, bin ich in Schauspiel und Rezitation tätig. Bis jetzt haben wir nur an Rezitation kombiniert mit Musik gearbeitet – aber dann stieß er auf die musikalischen Melodramen von Robert Schumann. Ich wusste gar nicht, was ein Melodrama ist! Was ist ein musikalisches Melodrama? Lars: In Schumanns Fall steht auf dem Titelblatt die Überschrift „Deklamation mit Klavierbegleitung": wir haben also ein theatralisches Element. Und wenn das Klavier hinzukommt, haben wir nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch einen musikalischen Hintergrund, manchmal direkt unter dem Text platziert – und die Musik hat einen Einfluss auf die Deklamation. Die Auswahl an musikalischen Melodramen ist ziemlich groß: Was waren deine Gründe für die Auswahl dieser? Lars: Zufällig kannte ich diese zwei Schumann-Melodramen: die Ballade des Heidelanden und Die Flüchtlinge, und mir war auch bewusst, dass sie eine bedrohliche, gespenstische Atmosphäre haben. Das war ungefähr zu der Zeit, als Isabelle 15-16 Jahre alt war. Sie liebte zum Beispiel die Harry-Potter-Saga, und ich sagte mir selbst: Dies sind Geschichten und Stimmungen, in denen Isabelle wirklich ans Werk gehen kann: der Inhalt ist etwas blutig und beängstigend. Ich war sicher, dass sie Spaß daran haben würde. Isabelle, hattest du das Gefühl, dass dies die Art von Umgebung war, in der du spüren konntest, dass du „in deinem Element" bist? Isabelle: Absolut! Zum Beispiel fand ich Schuberts und Goethes Erlkönig schon immer faszinierend, und diese Balladen sind in Bezug auf die Stimmung ganz ähnlich. Ich erinnere mich, dass mir beim ersten Mal, als ich Schumanns Heideknaben hörte, eine Gänsehaut über den Rücken lief. Zunächst fand ich es seltsam, mich an ein solches Wechselspiel zwischen Musik und gesprochenem Wort zu gewöhnen. Ich hatte noch nie etwas Ähnliches gehört. (Auszug aus dem Interview im Booklet)

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