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Elbipolis Barockorchester Hamburg, Jürgen Groß
- Label
- Challenge Classics
- Katalognummer
- CC 72960
- EAN / Barcode
- 0608917296020
- Erscheinungsdatum
- 20 April 2023
Während des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts nahm die Bach-Familie mit ihren vielen Zweigen eine außergewöhnliche Position im musikalischen Leben Mitteldeutschlands ein. Über mehrere Jahrzehnte hinweg waren ihre Mitglieder Garanten für hohe musikalische Qualität an zahlreichen fürstlichen Höfen sowie bei kirchlichen und städtischen Institutionen. Zu den bekanntesten Werken, die Bach in Köthen schrieb, gehören sechs Instrumentalkonzerte, die der Kapellmeister im März 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg widmete, was zu dem heute gebräuchlichen Titel „Brandenburgische Konzerte" führte. Stilistisch gehören diese Werke zur sogenannten „Gruppe Concerto", die in Deutschland besonders beliebt war. In diesem Konzertgenre werden verschiedene Soloinstrumente miteinander kombiniert, was sehr unterschiedliche Klangfarben innerhalb eines Konzerts erzeugt. Im Brandenburgischen Konzert Nr. 5 D-Dur (BWV1050) übernehmen die Traversflöte, Violine und das Cembalo die Solopartien. Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur (BWV1048) hingegen ist ganz den Streichinstrumenten gewidmet. Drei Violinen, drei Bratschen und drei Celli bilden eine dreifach Struktur über dem Continuo. Bach wurde schließlich im Frühjahr 1723 als Thomaskantor ernannt. In dieser neuen Position war Bach in erster Linie für die Komposition und Leitung von Kirchenmusik verantwortlich. Trotz dieser Belastung gelang es Bach auch, sich in seinen Leipziger Jahren Zeit für Instrumentalmusik, einschließlich Konzerte, zu nehmen. Das Violinkonzert a-Moll (BWV1041) überliefert als Stimmenset von etwa 1730, das Bach fast sicher für sein Leipziger Collegium musicum anfertigte. Der älteste Sohn, Wilhelm Friedemann, gilt weit hin als Johann Sebastian Bachs „Lieblingssohn", dessen Karriere dieser mit besonderer väterlicher Liebe und Sorge verfolgte. Er erhielt 1733 seine erste Position als Organist an der Sophienkirche in Dresden. Wilhelm Friedemann Bachs Sinfonia F-Dur (Fk 67) für Streichorchester wurde während seiner Dresdner Zeit fast sicher geschrieben. Friedemanns Bruder Carl Philipp Emanuel, vier Jahre jünger, erhielt seine musikalische Ausbildung ebenfalls von ihrem Vater. Es war der Diplomat und Musikliebhaber Gottfried van Swieten, der Bach 1773 ermutigte, neue Sinfonien zu schreiben, in denen der Komponist sich „völlig frei entfalten konnte, ohne Rücksicht auf die Schwierigkeiten zu nehmen, die sich möglicherweise aus der Aufführung ergeben könnten". Sie zeichnen sich durch rhetorische Dynamik, große Kontraste und oft bizarre Motive aus, die von der unaufhaltsamen Erfindungsgabe ihres Schöpfers zeugen.
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