Petrichor
David Orlowsky, Daniel Stelter, Tommy Baldu
- Label
- Warner Classics
- Katalognummer
- 5021732389947
- EAN / Barcode
- 5021732389947
- Format
- Digital
Wasser an sich ist geruchlos, aber wenn Regen auf ausgetrockneter Erde fällt, riecht es erdig und frisch. Australische Forscher erfanden ihren eigenen Namen für diesen Sommergeruch: Petrichor. David Orlowski benannte sein gleichnamiges Album danach. Der bekannte Klarinettist gehört zu den wenigen Menschen mit einer synästhetischen Wahrnehmung und auf seinem Album Petrichor übersetzt er eine große Vielfalt an Gerüchen in Musik. Orlowsky vermutet, dass die Grenzen fließend sind: "Es ist sicherlich kein Zufall, dass wir über Gerüche, Klangfarben und Töne sprechen. Farben, Geräusche und Gerüche gehen weit über das hinaus, was in Worten beschrieben werden kann."
Neben dem gleichnamigen Petrichor nennt der Soundkünstler beispielsweise die einzelnen Tracks Limão, Marrakesh, Magnolia und Lisboa. Orlowsky scheint ganze Szenen einzufangen, wenn er die Gerüche musikalisch nachzeichnet: "Lisboa erinnert mich an einen bestimmten Ort in Lissabon, wo ich oft saß. Es gab eine Bäckerei und ein Fischrestaurant und das Aroma änderte sich je nach Windrichtung." Zwei Jazzmusiker, Daniel Stelter an der Gitarre und Tommy Baldu am Schlagzeug, begleiteten den Klarinettisten, der durch seine Klezmermusik berühmt wurde, auf seiner musikalischen und olfaktorischen Entdeckungsreise. Die drei trafen sich auf einem Jazzfestival. Orlowsky erklärt: "Es passte sofort zusammen und dann begannen wir spontan eine kurze Tournee durch deutsche Jazzclubs. Die Konzerte waren sehr spielerisch und bei jedem Soundcheck entstanden neue Ideen für Songs." Genau wie Petrichor.