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Piano Concerto No. 9 and No. 19

Clara Haskil

Label
Phil.Harmonie
Katalognummer
PHIL 06017
EAN / Barcode
4250317416179
Erscheinungsdatum
3 Februar 2022
Miss Jeunehomme, eine brillante französische Virtuosin (auf die sich Mozart in seinen Briefen als Jenomé beziehen wird), besuchte 1777 Salzburg, als Mozart dieses Konzert Nr. 9 in Es-Dur für sie schrieb. In seiner klassischen Form gehört es zu den ersten großen Konzerten seines Repertoires. Mit unvergleichlichem Enthusiasmus komponiert, unterstrichen durch die drei traditionellen Tempi, ein anfängliches Allegro, ein Andantino von atemraubender Schlichtheit und ein Rondo (sehr lebhaft), impliziert dieses Meisterwerk eine Fülle neuer Ideen und offenbart seinen Reichtum an jugendlicher Lebendigkeit. Das Konzert Nr. 19 in F-Dur wird auch „Erstes Krönungskonzert" genannt. 1770 spielte Mozart es in Frankfurt zur Krönung von Leopold II. In seiner Instrumentation ausgelassener, kündet dieses Konzert bereits die großen Meisterwerke gegen Ende von Mozarts Leben an. Das erste Allegro-Tempo ist von unbestreitbarem melodischem Reichtum. Das nachfolgende Allegro bringt eine süße Melancholie ans Licht, während das abschließende Allegro assai der Virtuosität des Solisten mehr freien Lauf lässt als irgendwo sonst. Clara Haskil, 1895 in Bukarest geboren, gab ihr erstes Konzert im Alter von neun Jahren. Es brachte ihr sofort öffentliche Aufmerksamkeit. Sie studierte bei Richard Robert und setzte ihre Studien später bei Alfred Cortot am Pariser Konservatorium fort, wo sie im Alter von vierzehn Jahren den „Grand Prix" erhielt. Nach dem Ersten Weltkrieg trat sie mit Enesco, Casals, Stokowski und Ysaye auf. 1936 ließ sie sich in der Schweiz nieder. In den 1950er Jahren war sie die bedeutendste und beliebteste Pianistin in Europa. 1956 gab sie ihr sehr erfolgreiches amerikanisches Debüt mit dem Boston Symphony Orchestra. 1960 starb sie in Brüssel. Carl Schuricht, 1880 in Danzig geboren, stammt aus einer alteingesessenen Familie von Orgelbauern. Er studierte im Alter von sechs Jahren Klavier und Violine. Als er fünfzehn Jahre alt war, begann er zu dirigieren. Seine Karriere begann in Mainz. Mit 31 Jahren wurde er zum Musikdirektor und Generalmusikdirektor in Wiesbaden ernannt. Gleichzeitig war er ein sehr begehrter Gastdirigent in ganz Europa. So lange wie möglich dem Druck der nationalsozialistischen Politik widerstehend, dirigierte er bis 1939 Werke der verbotenen Komponisten. 1944 ließ er sich in der Schweiz nieder. 1946 begann er, erneut bei den großen Festivals von Salzburg, Luzern, Montreux, Amsterdam und Besançon zu dirigieren, und wurde regelmäßig zu Gast in Wien und Paris eingeladen. Während der letzten zehn Jahre seines Lebens war er „Spiritus rector" (Generalmusikdirektor) des Radio Symphonie Orchester Stuttgart. Carl Schuricht starb 1967 in der Schweiz.

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