Schubert: String Quartets
Zemlinsky Quartet
- Label
- Evil Penguin
- EAN / Barcode
- 0608917727128
- Format
- Digital
Das Oeuvre von Franz Schubert steht an der Schnittstelle zweier Epochen: Es geht aus der formalen Klarheit der Klassik hervor, gehört aber unverkennbar zur Romantik durch seine ausdrucksstarke Sprache, seine emotionale Tiefe und seinen zutiefst subjektiven Blick auf die Welt. Obwohl er heute einer der am häufigsten gespielten Komponisten seiner Zeit ist, wurde er sein ganzes Leben lang nicht vollständig anerkannt. Sein Freundeskreis - Dichter, Musiker und Intellektuelle - spielte eine entscheidende Rolle in Schuberts Leben und traf sich regelmäßig bei den sogenannten „Schubertiaden". In den 1820er Jahren begann sich Schuberts Kompositionsstil jedoch merklich zu verändern. Seine sich verschlechternde Gesundheit und das wachsende Bewusstsein seiner eigenen Sterblichkeit führten zu einer Vertiefung des Ausdrucks und einem kühneren Umgang mit der musikalischen Form. Schubert konzentrierte sich zunehmend auf die großen Gattungen - Sinfonien, Sonaten und Streichquartette - und suchte bewusst den Vergleich mit dem Erbe von Ludwig van Beethoven. Das Streichquartett in G-Dur, D 887, das 1826 vollendet wurde, entstand in dieser Zeit. Dieses Werk ist sein letztes vollendetes Streichquartett und gleichzeitig einer der umfangreichsten und komplexesten Beiträge zum Genre in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sechs Jahre zuvor, 1820, komponierte Schubert den Quartettsatz in c-Moll, D 703, ein Fragment eines geplanten Streichquartetts, von dem nur ein Satz (und ein Teil des Satzes „Andante") erhalten geblieben ist. Das Zemlinsky Quartet, das 1994 gegründet wurde, als es noch studierte, hat sich zu einem sehr geschätzten Vertreter der tschechischen Streichquartetttradition entwickelt. Das Zemlinsky Quartet gewann 2010 den Ersten Großen Preis beim Internationalen Streichquartett Wettbewerb in Bordeaux, und das umfangreiche Repertoire umfasst mehr als 200 Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Antonín Dvořák bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten. Die Mitglieder des Ensembles treten auch als Solisten auf und haben Preise bei verschiedenen Wettbewerben gewonnen.
Titelliste
- 01 String Quartet No. 15 in G Major, D. 887: I. Allegro molto moderato 20:02
- 02 String Quartet No. 15 in G Major, D. 887: II. Andante un poco moto 11:48
- 03 String Quartet No. 15 in G Major, D. 887: III. Scherzo. Allegro vivace — Trio. Allegretto 07:09
- 04 String Quartet No. 15 in G Major, D. 887: IV. Allegro assai 11:11
- 05 String Quartet No. 12 in C Minor, D. 703 "Quartettsatz": I. Allegro assai 09:58