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Six Divertimenti Op. 1

Musica Elegentia, Matteo Cicchitti

Label
Challenge Classics
Katalognummer
CC 72931
EAN / Barcode
0608917293128
Erscheinungsdatum
2 März 2023
Leopold Hofmann (Wien, 1738 - Wien, 1793). 1769 folgte Leopold Hofmann Georg Christoph Wagenseil (dessen Schüler er gewesen war) als Cembalo- und Orgellehrer der kaiserlichen Familie nach und wurde 1772 Organist und Kapellmeister am Stephansdom. 1783 zog er sich aus dem Musikberuf zurück. Wie man von einem Schüler Wagenseils vernünftigerweise erwarten könnte, war Leopold ein ausgezeichneter Cembalospieler und Organist; dennoch konzentrierte er sich auf andere Gattungen, insbesondere auf Streichmusik. Seine Kammermusikproduktion für Streicher ist besonders bemerkenswert. Die Sechs Divertimenti Op. 1. Die 6 Divertimenti wurden 1775 von Johann Julius Hummel veröffentlicht, dessen Verlag Büros in Amsterdam und Berlin hatte. Op. 1 besteht aus 6 Trios für Streicher: Sie gehören zur Gattung des Divertimento. Wie Heinrich Christoph Koch im Musikalisches Lexikon (1802) darlegte, war das „Divertimento" eine Art höfliche Zwiesprache zwischen Instrumenten, nicht polyphon und nicht auf irgendwelche komplizierten Prozesse der motivischen Durchführung ausgerichtet, sondern vielmehr für angenehmes und erfreuliches Hören konzipiert. Auch das Divertimento wurde daher Teil der formalen Zeugnisse des galanten Stils, mit dem es einen Geschmack für Annehmlichkeit, eine Neigung zu deutlich transparenteren und luftigeren musikalischen Texturen als in der vorhergehenden Barockzeit teilte und, aus soziologischer Perspektive, eine Offenheit gegenüber der Welt der Amateure, das heißt jener aristokratischen oder gehobenen Performer. Dies ist der galante Kontext, in den Leopold Hofmanns Kompositionen vollkommen passten. Was die Instrumentierung betrifft, zeigt Opus 1 zwei verschiedene Arten von Kompositionen: Die ersten drei sind für Viola, Cello und Violone, die übrigen für Violine, Cello und Violone. Unterschiedliche Anordnungen sind auch bezüglich der Anzahl und Art der Sätze verzeichnet, in die jedes Divertimento unterteilt ist: vom Trio Nr. 5 mit nur zwei Sätzen bis zu Nr. 1, das andererseits fünf hat. Auf der Ebene der musikalischen Textur gibt es eine teilweise retrospektive Behandlung, die in einigen Aspekten an die der barocken Triosonate zu erinnern scheint. Die wirkliche führende Rolle wird tatsächlich den beiden hohen Instrumenten übertragen.

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