The World feels dusty
Sarah Connolly, Joseph Middleton
Dame Sarah Connolly und Joseph Middleton präsentieren ein reichhaltiges Programm mit Kunstliedern verschiedener Komponisten. Das Recital beginnt mit Ernest Chaussons "Poeme de l'amour et de la mer", dessen Komposition fast zehn Jahre in Anspruch nahm und deutlich den Einfluss von Richard Wagner auf den jüngeren Komponisten zeigt. Samuel Barbers "Three Songs", komponiert 1935 während einer Studienreise nach Rom, vertont Gedichte von James Joyce und stellt drei Liebesaffären dar. Claude Debussys "Trois Chansons de Bilitis" vertont die erotischen Gedichte von Pierre Louys, die um die Jahrhundertwende Furore in Paris machten. Aaron Copland vollendete seine "Twelve Poems" von Emily Dickinson 1950, erklärte aber, dass sie nicht als ein Zyklus betrachtet werden sollten, sondern als zwölf einzelne Werke. Connolly nimmt "I've heard an organ talk sometimes" und "The world feels dusty" auf, wobei das Album seinen Titel vom letzteren entlehnt. Das Programm endet mit der Ersteinspielung von Errollyn Wallens "Night Thoughts": ein Zyklus aus vier Liedern im Auftrag von Leeds Lieder und uraufgeführt durch Sarah Connolly und Joseph Middleton, die Widmungsträger des Zyklus. Der Zyklus, der zwei ihrer eigenen Gedichte neben einem Gedicht von Emily Dickinson und Zeilen aus Shakespeares "Macbeth" stellt, wurde von Howard Hodgkins Gemälde "Night Thoughts" inspiriert.