Unsuk Chin
Dimitri Vassilakis, Samuel Favre, Ensemble InterContemporain
- Format
- Digital
Das Ensemble Intercontemporain und sein Musikdirektor Pierre Bleuse setzen ihre Monografien über die großen Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik fort. Nach dem mehrfach ausgezeichneten Ligeti würdigt dieses Album die Komponistin Unsuk Chin. Die in Korea geborene Künstlerin zog in den 1980er Jahren nach Deutschland. Ihre Musik zeichnet sich durch unmittelbare Sinnlichkeit aus und die unerschöpflichen Transformationen ihrer instrumentalen Polyphonie schaffen beispiellose Klangkonstellationen. Dieses Programm präsentiert ihr Stück Gougalon (2009/12), das in sechs Episoden mit absichtlich ungewöhnlicher Instrumentation an die wandernden Laienbühnen ihrer Heimat erinnert. Sie präsentiert es als "imaginäre Volksmusik, die stilisiert und fragmentiert ist und nur auf den ersten Blick primitiv wirkt". Chin gab ihrem Stück für großes Ensemble aus 2013 den Titel "Graffiti". Alle Klangregister werden auf farbenfrohe, lebendige und abwechslungsreiche Weise ausgeschöpft. "Die musikalische Sprache von ‚Graffiti' oszilliert zwischen Rauheit und Raffiniertheit, Komplexität und Transparenz", so die Komponistin. Ihr Doppelkonzert für Klavier und Schlagzeug rundet dieses Programm ab.