Viola Concerto
Lawrence Power, Finnish Radio Symphony Orchestra, Nicholas Collon
- Label
- Ondine
- Format
- Digital
Nach dem Schreiben von zwei Violoncellkonzerten und zwei Violinkonzerten wollte Lindberg schon lange ein Konzert für Viola schreiben. Lindberg ist sich bewusst, dass die Viola zwar nicht so prominent als Soloinstrument ist, aber enorme Möglichkeiten bietet – dank der verschiedenen ausdrucksstarken Möglichkeiten. Während das Viola-Konzert in der Orchestrierung mit Lindbergs Violinkonzert Nr. 1 verwandt ist, hat es auch Ähnlichkeiten mit seinem großartigen und glänzenden Klavierkonzert Nr. 3 (2022), das er für Yuja Wang schrieb. Obwohl die beiden Werke sehr unterschiedlich sind, basieren sie auf einem ähnlichen harmonischen Idiom, das Pentatonik mit Obertonharmonien verbindet. Die fanfarenhafte Eröffnung des ersten Satzes führt eine expansive und helle Sonorität ein und präsentiert die Solistin als selbstbewusste Heldin, die die unbestrittene Protagonistin dieser musikalischen Geschichte ist. Die ersten beiden Sätze werden durch eine kurze Pause getrennt, doch der Beginn des zweiten Satzes wirkt dennoch wie eine Reaktion auf die Schlussakkorde des ersten Satzes. Der letzte Satz ist viel energischer als die ersten beiden Sätze. Die Solistin wird aufgefordert, eine Kadenz zu improvisieren, woraufhin die Musik in ein lebhaftes Finale in asymmetrischen Takten ausbricht. Auf dem Höhepunkt entfesselt das Orchester ein Feuerwerk von Farben und beendet das Werk strahlend.
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