Officium Ensemble
Dienstag 25 August 2026, 22:00
Höhepunkte der portugiesischen Polyphonie
Die Jahrzehnte um 1600 sind eine Blütezeit für die portugiesische Polyphonie. Obwohl Spanien in der Musikgeschichte oft alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, blüht in Portugal eine eigene Tradition, die mindestens ebenso reich und verfeinert ist. In Städten wie Évora – ein humanistisches Zentrum mit Kathedrale und Universität – und der Region Alentejo entsteht ein Repertoire, das Frömmigkeit, Rhetorik und Klangfarbe auf einzigartige Weise vereint. Officium Ensemble – seit 2000 die Referenz für iberische Polyphonie – erzählt die Erfolgsgeschichte der portugiesischen Renaissance mit Werken von unter anderem Manuel Cardoso und Estêvão Lopes Morago sowie einigen Zeitgenossen aus der Region. Das Programm bewegt sich zwischen intimer Passionsmusik und großangelegte mehrchorige Stücke, von denen einige jahrhundertelang ungehört blieben. Mit ihren wendigen Stimmen und klarem Chorklang enthüllen die zwölf Sänger, was portugiesische Polyphonie so besonders macht: konzentrierte Expression und überraschende Vitalität. Programm: Motetten von E.L. Morago, M. Cardoso, F. de Magalhães, A. Lobo
Interpreten
Ariana Russo, Isabel Fernandes, Mariana Moldão, Raquel Mendes, sopraan | Fátima Nunes, Rita Tavares, alt | André Lacerda, Jorge Leiria, tenor | Nuno Mendes, Pedro Casanova, Rui Bôrras, bas | Pedro Teixeira, artistieke leiding