Quatuor pour la fin du temps - Carousel Chamber Music Ensemble
Mittwoch 23 September 2026, 19:30
Concert
Messiaens Vision vom Verschwinden der Zeit.
Olivier Messiaen schrieb seinen Quatuor pour la fin du temps kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, als französischer Kriegsgefangener in einem deutschen Lager. In diesem Lager, Stalag VIII A in Görlitz, fand auch die Uraufführung statt. Für dieses ergreifende und durch seine besondere Entstehungsgeschichte belastete Werk fand der Komponist Inspiration in der kleinen Taschenbibel, die die Deutschen ihm behalten ließen. Messiaen las insbesondere die Offenbarung des Johannes. Das „Ende der Zeit" bezieht sich nicht auf das Vergehen der Welt, sondern auf das Wegfallen der Zeitdimension, wie sie im Text des Johannes durch einen Engel angekündigt wird: „Es wird keine Zeit mehr geben". Es gab wohl keinen Komponisten, der die „Zeitlosigkeit" besser in Klang umsetzen konnte als Olivier Messiaen. Das Quatuor entwickelte sich zu einer der ikonischsten Kompositionen des bewegten 20. Jahrhunderts. Für Annelien Van Wauwe ist es ein äußerst beeindruckendes Werk, das sowohl die Ausführenden als auch das Publikum nie ungerührt lässt. - Jan Van den Bossche, Gent Festival van Vlaanderen
Programm
19:00 DEUREN 19:30 LEZING Voorafgaand aan het concert geeft Tomas Baum, directeur van Kazerne Dossin, een inleiding over Messiaen en de filosoof Emmanuel, beiden gevormd door WOII - gevangenschap. Levinas’ denken over verantwoordelijkheid voor de Ander verbindt muziek met ethiek en opent nieuwe manieren van luisteren en reflectie. 20:15 CONCERT Programma Vsevolod Zaderatsky – Selectie uit 24 Preludes en fuga's Lori Laitman – Uit I Never Saw Another Butterfly: I. The Butterfly II. Birdsong Olivier Messiaen – Quatuor pour la fin du temps Uitvoerders Carousel Chamber Music Ensemble Annelien Van Wauwe, klarinet Alexandra Soumm, viool Louis Rodde, cello Paloma Kouider, piano Ook te horen: 24.09 20:00 Festival van Vlaanderen Gent - Miry Zaal CAROUSEL - Erkende Cultuurvereniging Mechelen