The Gesualdo Six
Samstag 29 August 2026, 20:00
England, 1600 Am Vorabend des 17. Jahrhunderts befindet sich England an einer Bruchlinie. Die kulturelle Blüte unter Elizabeth I geht Hand in Hand mit religiöser Unterdrückung, politischer Unsicherheit und einem wachsenden Gefühl der Bedrohung. Diese Spannung klingt in der Musik dieser Zeit durch. Komponisten suchen nach neuen Ausdrucksmitteln und finden diese in ausgeprägter Chromatik, konsequent durchgeführter Textausdeutung und starken Kontrasten. The Gesualdo Six beschwört dieses dunkel-glühende England mit einem intensiven Programm aus geistlicher und weltlicher Musik. Werke von William Byrd – Katholik in einer protestantischen Nation – stehen neben dem feinsinnigen Handwerk von Orlando Gibbons, der theatralischen Schärfe von Thomas Weelkes, der Melancholie von John Dowland und den ausdrucksstarken Madrigalen von Thomas Morley. Aus ihrer Musik erhebt sich ein England mit eigener Stimme im Chor des mehrstimmigen Europa: scheinbar beherrscht, aber voller innerer Spannung. Programm: Motetten von W. Byrd, O. Gibbons, T. Morley, J. Bennett
Interpreten
Guy James, Alasdair Austin, contratenor | Joseph Wicks, Josh Cooter, tenor | Simon Grant, bariton | Owain Park, bas & artistieke leiding