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Behzod Abduraimov bemerkenswert 'anders'

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Behzod Abduraimov bemerkenswert 'anders'
© Alpha,

Der usbekische Pianist Behzod Abduraimov (°1990) lässt in dem Album 'Debussy - Chopin – Mussorgsky' seine früheren Konzertwerke und virtuosen Aufführungen hinter sich und präsentiert ein abwechslungsreicheres Programm. Bemerkenswert ist die Erweiterung von Abduraimovs Klangpalette und seine tiefere musikalische Reifung. Sein Spiel hat einen weicheren und runderen Klang bekommen, mit verfeinerten Farbabstufungen.

Debussys "Children's Corner" (Le Coin des enfants)


Der Musikkatalog ist voll mit Interpretationen von Debussys "Le Coin des enfants - Children's Corner", die von intensiv musikalisch bis virtuos reichen. Abduraimov befindet sich zwischen diesen beiden Extremen, mit einem gefühlsvolleren Ansatz. Sein entspannter Spielstil betont die ausdrucksstarken Qualitäten der Stücke.

Doctor Gradus ad Parnassum wird in einem entspannten Tempo aufgeführt, während Jimbo's Lullaby wunderschön musikalisch und lyrisch phrasiert wird. Serenade to the Doll und The Little Shepherd enthalten eine warme Schönheit und Golliwog's Cakewalk wird mit subtiler Humor gespielt, ohne in reine Virtuosität zu verfallen.

Chopins 24 Préludes, Op. 28


Abduraimov hat eine klare Vision für Chopins Préludes, wobei er die Miniatursphären perfekt erfasst mit einer starken, übergreifenden Einheit. Sein Ansatz erinnert an den von Dame Moura Lympany im Hinblick auf Tempo, Rubato und pianistische Farbe. Während die Stücke als einzelne Kompositionen geschrieben sind, weiß Abduraimov sie auf angemessene Weise zusammenzufügen, wie in den ersten vier Préludes. Das berühmte Raindrop Prélude (La goutte d'eau) wird einfach und charmant aufgeführt.

Unter Abduraimovs Fingern bekommt Mussorgskys Bilder einer Ausstellung eine subtile und manchmal reservierte Interpretation, vergleichbar mit seinem Ansatz zu Chopin. Obwohl es Kontraste in Farbe und Klang zwischen Stücken wie Promenade I, Gnomus und The Great Gate of Kiev gibt, fehlt Abduraimov manchmal die Lebendigkeit, die beispielsweise Paul Lewis in seiner Aufführung bringt. Sein weicherer, runder Ton passt jedoch gut zu den dunklen Momenten, wie in Vecchio Castello.

Aufnahme und technische Details


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Dieses Album mit einer großzügigen Spielzeit von mehr als 83 Minuten wurde in den Teldex Studio in Berlin aufgenommen und zeichnet sich durch ausgezeichnetes Engineering und Instrumentenqualität aus. Trotz einiger hörbarer Atemzüge von Abduraimov, besonders in der Interpretation von Mussorgsky und Chopin, ist dieses Album ein wertvolles Hörerlebnis und ein fesselndes Recital.

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