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Aram Khachaturian: Ein Armenier in Moskau

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Aram Khachaturian: Ein Armenier in Moskau

Die musikalische und Aufnahmekarriere der Pianistin Victoria Terekiev zeichnet sich über die Jahre hinweg durch eine starke Konsistenz in der Erforschung und Entdeckung der osteuropäischen musikalischen Poetik aus. Bereits in ihrer ersten Veröffentlichung bei Da Vinci Classics [Pancho Vladigerov, Miniatures, 2018, C00134] zeigte sich Terekiev als Ausdrucksträgerin einer Welt, die oft extra-musikalische Dimensionen offenbart und vom enormen Publikum von Fans und Musikern noch immer nicht vollständig gewürdigt werden kann.

Die Entscheidung, ihren eigenen Weg zu verfolgen, indem sie sich einem Komponisten wie Aram Khachaturian (1903-1978) widmet, in einem ersten Projekt, das die vollständigen Klavierwerke des Komponisten einleitet, ist daher besonders aussagekräftig und gilt als einer der wichtigsten Titel aus ihrer Karriere als Interpretin, und es ist kein Zufall, dass der gewählte Titel ausgerechnet „An Armenian in Moscow" ist.

Khachaturian, armenischer Herkunft, stand nämlich jahrelang an der Spitze der musikalischen Organisation in der ehemaligen Sowjetunion und war zugleich ein produktiver Komponist von Konzerten, Balletten und sinfonischer Musik. Optimistisch und leichtfüßig, kann seine musikalische Poetik nur als Folge der Dikta jener Zeit betrachtet werden und trotz einer enormen Produktion in fast jedem Genre hinterließ er eine begrenzte Menge an Musik für Klavier.

Sie kann jedoch leicht unter die glücklichsten und erfolgreichsten eingereiht werden, die im 20. Jahrhundert geschrieben wurden, durchsät mit wahren Juwelen wie der Toccata (1932), die Sonatina (1958) oder die herrliche Masquerade Suite (1941-44), all diese Werke sind auf diesem Album aufgenommen.

Neben diesen Meisterwerken platziert Victoria Terekiev jedoch andere, nicht weniger wichtige Werke des Komponisten, die von einer großen Fähigkeit zeugen, sich sowohl innerhalb der kleinsten und scheinbar einfachsten Formen zu bewegen, wie das Children's Album (1926 - 1947), als auch innerhalb imposanterer und erzählerischer Strukturen wie das Poem (1927), eines der wahrscheinlich erfolgreichsten und faszinierendsten Stücke, die Khachaturian je komponiert hat und das dank der gegenwärtigen Interpretation reine Musik wird, weit über das Instrument, die Periode oder den Ort der Konzeption hinaus.

Als moderne Aedo gibt Victoria Terekiev in diesem enthüllenden Projekt einem Autor wieder eine Stimme, dem noch zu wenig gehört wird und einer Welt, die nur zu Unrecht weit entfernt zu sein scheint und die, unvoreingenommen beobachtet, direkt zum Herzen spricht, ihre eigene Geschichte erzählt und ein Viaticum für die der Menschheit wird.



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