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Jubiläumskonzerte Chor Scala Vocale

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Jubiläumskonzerte Chor Scala Vocale

Der Familienname Tooten ist ein Name mit Widerhall in Musikkreisen. Die Muse der Musik war großzügig bei der Verteilung von Talent. Lode Tooten entwickelte sich zu einem musikalischen Universalgelehrten. Er ist auf vielen musikalischen Gebieten tätig als Pianist, Organist, Vibraphonist, Organist, Dudelsackspieler, Schlagzeuger, Glockenspieler und last but not least Dirigent von Orchestern und Chören.

Die Zeit vergeht. Vor dreißig Jahren gründete er in Mechelen Scala Vocale mit einer Handvoll Gesangsbegeisterter. Inzwischen ist diese kleine Gruppe zu einem Chor von über 60 engagierten und leidenschaftlichen Sängern herangewachsen. Dies ist dem Einsatz des Dirigenten zu verdanken. Er wollte weg vom Chorgesang, bei dem sehr konsequent die Noten gesungen werden, die geschrieben sind. Er wollte Musik aus dem Herzen machen, Musik mit Seele. Dabei scheut er sich nicht, bei Gefühlen aufs Gaspedal zu treten, tut dies aber beherrscht, transparent und stilsicher. Das Bestreben von Scala Vocale war und ist, als Liebhaber so hochwertig wie möglich zu singen. Scala Vocale ist kein Laienchor, sondern ein Liebhaberchor, der sich mit Herz und Seele einsetzt, um über sich selbst hinauszuwachsen. Diese Geisteshaltung zieht auch Chormitglieder anderer Chöre an, die bei einem Projekt mitmachen möchten.

Am zweiten Wochenende im Dezember wird das 30-jährige Jubiläum mit einem prestigeträchtigen Konzert gefeiert.

Während der Corona-Pandemie wurde Lode Tooten wie jeder andere mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Inzwischen über siebzig Jahre alt stellte er sich eine Bucketlist zusammen mit der Prämisse und zugrunde liegenden Überlegung, nur noch die Dinge zu tun, die er gerne tut.

Für dieses Jubiläumskonzert greift er einen goldenen Griff aus dem Musikrepertoire mit dem 'Te Deum' von Charpentier, dem weitaus bekanntesten Werk des Komponisten. Er schrieb es in den späten 1680er Jahren. Warum diese Wahl? Dies als Dank für seine schöne Karriere, aber auch um Personen zu danken, die im Laufe dieser 30 Jahre eine Rolle in den vielen musikalischen Projekten spielten, die Scala Vocale realisiert hat, und um der Mitglieder zu gedenken, die verstorben sind.

Als zweiter Teil das unsterbliche 'Requiem' von Mozart. Das unvollendete Werk des Großmeisters. Der Tod war der Spielverderber. Die musikalische Syntax und Rhetorik von Mozarts Schwanengesang kannten weder Ruhe noch Frieden und flossen nach seinem Tod ordnungsgemäß über all jene Seiten, die von anderen geschrieben wurden.

Das 'Requiem', der musikalische Ausdruck der universellen Traurigkeit um den Tod. Kirchenmusik der edelsten Art, ungeschmückt und schlicht. Dass dieses Werk zu Mozarts Oeuvre gezählt wird, ist seinem früheren Schüler, Freund und Kollegen Franz Xaver Süsmayr zu verdanken, der sich des unterbrochenen Kompositionsprojekts annahm und die mehrstimmige Musik vervollständigte. Es ist Musik, die vor allem Ehrfurcht ausstrahlt: für die Vergangenheit, für die Gegenwart und den Tod.

Eine schöne und berechtigte Wahl im Kontext des Chorjubiläums. Diese Aufführung wird noch spezieller durch den Beitrag des englischen Dirigenten und Komponisten Howard Arman. Nach zwanzig Jahren intensiven Studiums des Werkes hat Howard Arman seine Erkenntnisse zur Vervollständigung desselben mit Sorgfalt und Respekt vor Mozarts großem Original verarbeitet. So bietet seine Lacrimosa überraschende Effekte. Die Uraufführung dieser Version von Arman fand im Oktober 2020 in München in einer Aufführung des Bayerischen Rundfunkchors statt und wurde sowohl vom Publikum als auch von der Presse enthusiastisch aufgenommen und als wissenschaftlich fundierte, völlig neue Perspektive auf Mozarts Meisterwerk gefeiert.

Die Aufführung von Scala Vocale ist die Uraufführung dieser Version in Belgien.

In den vergangenen Wochen wurden die Chormitglieder intensiv nach den Maßstäben und Erwartungen des Maestro vorbereitet. Der gemischte Chor Scala Vocale wird vom Barockorchester des Mecheler Konservatoriums begleitet, vorbereitet von Ann Cnop. Solisten sind: Christel De Meulder (Sopran), Anita Dur (Alt), Jan Caals (Tenor) und Joris Stroobants (Bass)

Das Ganze steht unter der Leitung von Lode Tooten

Karten € 25 (inkl. Empfang) Karten können bei den Mitgliedern des Chores oder bei UITinMechelen unter https://ticketshop.ticketmatic.com/mechelen/scalavocale bestellt werden

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