Trio Peltomaa Fraanje Perkola ist mit einem neuen Album zurück. zurück mit ihrer einzigartigen Klangwelt. Aino Peltomaa (Gesang und mittelalterliche Harfe), Harmen Fraanje (Klavier und Synthesizer) und Mikko Perkola (Viola da Gamba und Elektronik) eroberten mit ihrer einzigartigen Klangwelt auf ihrem erfolgreichen ersten Album ÆR viele Herzen. Nun sind sie also zurück mit einem zweiten Album namens Komorebi.
Das Wort Komorebi ist Japanisch und hat eigentlich keine deutsche Übersetzung. Aber wenn wir die drei Wörter aufschlüsseln — ko (Baum), more (lecken oder durchlassen) und bi (Sonne) — erhält es die Bedeutung von Sonnenlicht, das durch die Bäume scheint. Ein beliebtes Topos in der japanischen Poesie. Der japanische Titel erzeugt die Illusion, dass man vielleicht auch japanische musikalische Einflüsse erwarten könnte. Doch das ist nicht der Fall. Irreführend? Im wörtlichen Sinne vielleicht, aber konzeptionell passt es zu dieser besonderen Klangwolke.
Während ÆR eine zeitgenössische Interpretation von Pilgerliedern aus dem 13. Jahrhundert, Hildegard von Bingen mit Perotinus und gregorianischen Gesängen war, taucht Komorebi erneut in mittelalterliche Gesänge ein, aber vermischt mit finnischer Volksmusik. Während ihre Inspirationsquelle eine andere Vermischung aufweist, ist das klingende Ergebnis eindeutig als Trio Peltomaa Fraanje Perkola erkennbar.
Wenn du die beiden Alben durcheinander spielst, kannst du sie unmöglich voneinander unterscheiden. Erst nach wiederholtem Anhören jedes Albums einzeln weißt du schließlich, welcher Track von welchem Album stammt. Komorebi zeigt also keine andere Seite des Trios, um ihre Vielseitigkeit in den Mittelpunkt zu stellen. Im Gegenteil. Es ist eher eine subtile Fortsetzung von ÆR. Keine aufmerksamkeitsheischende Virtuosität, sondern intime Klänge mit feiner Ausdruckskraft.
Die Musik hat einen transzendenten und gelassenen Charakter. Es ist absolut keine Hintergrundmusik. Die Schönheit kommt erst wirklich zur Geltung, wenn du dich vollständig vom Fluss des Taktes mittragen lässt. Als ob dich die Musik umarmt, abgeschirmt von der hyperaktiven Außenwelt kommst du zur Ruhe. Genauso wie die japanische Poesie die ruhige Waldszene destilliert, bringt Trio Peltomaa Fraanje Perkola eine musikalische Übersetzung des Sonnenlichts, das die Blätter streichelt.
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