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Königin-Elisabeth-Wettbewerb Cello – Halbfinale 2026

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Königin-Elisabeth-Wettbewerb Cello – Halbfinale 2026

Dritter Halbfinaltag – Nachmittag

Michael Song

Programm

Anton Kraft - Concerto in C major op. 4

Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian

Er beherrscht die technischen Aspekte fehlerfrei und verfügt über eine außergewöhnlich geschickte Fingertechnik, lässt aber bei der emotionalen Gestaltung zu wünschen übrig. Die Abstufung der Intensität, das Crescendo und Diminuendo, fehlen so gut wie ganz.

Weniger Zusammenspiel, es gibt Passagen, in denen er sich unzureichend vom orchestralen Hintergrund unterscheidet. In bestimmten Momenten ist ein Mangel an Klarheit wahrnehmbar; eine originelle Ergänzung eines Scherzo, ein persönlicher Beitrag, der vom Komponisten nicht vorgesehen war, stört oder trübt die Klarheit des Klangs, während dies besser hätte abgerundet sein können.

Simon Tetzlaff

Programm

Leopold Hofmann - Concerto in D major Badley D3

Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian

Eine überzeugende Interpretation in seiner besonderen Herangehensweise an dieses Konzert, das von vielen Kandidaten gewählt wurde, wobei Simon Tetzlaff jeden Moment des Spielens genießt.

Durch Phrasierung, Intonation und technische Präzision im Klangumfang, das Farbspektrum und die Schönheit seiner Cellistimme lässt er die Musik vollständig zu ihrem Recht kommen. Er spielt mit Selbstvertrauen, Ausstrahlung, Musikalität und Intuition in einem Spiel aus Klarheit, Sanftheit und Glanz, in dem durch die charakteristische Haltung des Musikers das Cello als Hauptakteur hervortritt.

Marcus Michelin

Programm

Harold Noben - Caffeine

Zoltan Kodály - Sonata in B minor op. 8

Yukie Takai, pianist accompanist

Neben dem Pflichtwerk von Noben bringt er auch die Sonate von Kodály zu Gehör, wodurch er die Verwandtschaft zwischen der schwedischen und ungarischen klassischen Musik unterstreicht. Sein Spiel zeugt von tiefer Emotionalität und einer nahtlosen Integration von Themen: Träumereien über ferne Orte und ethnografische Motive. Mit seinem überlegten, durchdachten und sorgfältigen Ansatz hat Marcus Michelin das Potenzial, Innovationen in der Cellistechnik durchzuführen und über die gängigen und akzeptierten Normen hinauszugehen. Ich bin gespannt, wie die Jury darauf reagieren wird.

Tae-Yeon Kim

Programm

Harold Noben - Caffeine

Bohuslav Martinů - Sonata n. 2 H 286

Antonín Dvořák - Klid (Silent Woods) op. 68/5 B 173

Noreen Polera, pianist accompanist

Ein energisches Spiel, sensibel, mit unruhigen Fingern am Bogen, das ein Gefühl von paradoxaler Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit hervorruft. Sie besitzt eine besondere Geschmeidigkeit; ihre Musik erweckt in ihrem unaufhaltsamen Fluss den Eindruck, dass die Aufführung einzigartig ist. Ihr ganzer Körper wird bei der Interpretation dieses gut angeeigneten Repertoires in Bewegung versetzt. Was sie in ihrem technischen Studium gelernt hat, ist vollständig verinnerlicht. Aussagekräftige Phrasierung, ein vorzüglicher Klang. Obwohl sie noch am Anfang ihrer Karriere steht, zeigt sie Zeichen künstlerischen Wachstums.

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