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Königliches Konservatorium Antwerpen vergibt zum ersten Mal Förderpreise dank besonderer Vermächtnisse

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Königliches Konservatorium Antwerpen vergibt zum ersten Mal Förderpreise dank besonderer Vermächtnisse
© Norbert Braun (foto Jonathan Ide), Marc Wellens (foto Operaproject)

Dank testamentarischer Schenkungen von Denise Hersée, Simonne Papon-Schellens und dem Ehepaar Staes-Joossens können mindestens drei der herausragendsten Studierenden des Koninklijk Conservatorium Antwerpen (AP Hogeschool) jährlich mit Geldpreisen belohnt werden, die zwischen €350 und €10.000 variieren. Die ersten Preisträger der Geldpreise wurden bereits über ihren zugewiesenen Preis informiert.

Die drei Preise

Der Denise Hersée-Preis: eine außergewöhnliche Anerkennung für junges belgisches Talent kann bis zu dreimal an belgische Studierende im zweiten Bachelorjahr Klavier, Violine oder Klarinette verliehen werden. Wer mindestens 80% in der Instrumentenprüfung erreicht, erhält €10.000. Bei mehreren Kandidaten gewinnt derjenige mit dem höchsten Ergebnis; bei ex aequo wird der Betrag geteilt.

Der Staes-Joossens-Preis: Auszeichnung für herausragende Violinist

Für die Masterstudierende Violine mit der höchsten Note für die Abschlussprüfung Violine. Bei ex aequo erhalten mehrere Studierende je €1.500.

Der Simonne Papon-Schellens-Preis: Ehrung für Sprachgefühl

Für eine Studierende Drama, die sich in Vortrag und Wortkunst auszeichnet. Der Gewinner mit der höchsten Punktzahl erhält €350.

Die Gewinner von 2024-2025

Denise Hersée-Preis (€10.000): Jonathan Ide, Bachelor 2 Klavier

Staes-Joossens-Preis (€1.500): Amane Teraoka, Master Violine

Simonne Papon-Schellens-Preis (€350): David Weel, Master Wortkunst

Jonathan Ide, der als erste den Denise Hersée-Preis gewinnt, ist fast sprachlos: "Ich war völlig überrascht, aber so glücklich. Es fühlt sich wie eine Belohnung für meine harte Arbeit an, eine Anerkennung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bin ziemlich ehrgeizig, also ändert sich meine Langzeitplanung nicht, aber das gibt mir einen enormen Auftrieb." Er fügt hinzu: "Ich hatte bereits Pläne, über Antwerpen hinaus zu schauen. Ich möchte gerne Aufnahmen machen, Meisterklassen besuchen, vielleicht ein Praktikum oder Studium im Ausland. Und das ist nun wirklich möglich. Es ist keine testamentarische Voraussetzung, aber für mich ist es selbstverständlich, dass ich das Geld für meine künstlerische Entwicklung nutze."

Direkt für den Studierenden

Die Gewinner können frei über das gewonnene Geld verfügen, das sie direkt aus den Nachlässen erhalten, wobei die Hoffnung und der Wunsch besteht, dass es dem weiteren Studium und der Karriere zugute kommt. Konservatoriumsdirektor Piet Menu sieht diese Preise als mehr als nur Preisgeld: "Es ist eine Anerkennung für die Bedeutung von Kunst und Kunstausbildung. Eine Investition in die Zukunft von Musik und Bühnenkunst, die alle Studierenden noch mehr motivieren wird, das Beste aus sich herauszuholen." Über die Schenker berichtet er: "Wir wurden vorher nicht von den Schenken kontaktiert, daher wissen wir leider wenig über ihre Leben und Beweggründe. Selbstverständlich untersuchen wir das. So haben wir inzwischen entdeckt, dass Denise Hersée in den 60er Jahren als feste Klavierbegleiterin am Koninklijk Conservatorium Antwerpen angestellt war. Aber wir sind äußerst dankbar für das Vertrauen, das diese Schenker in unsere Arbeit setzen. Wir werden diese besonderen Förderpreise mit Sorgfalt und Respekt pflegen."

Inspiration für andere

Das Koninklijk Conservatorium Antwerpen hofft, dass die großzügige Geste von Denise Hersée, Simonne Papon-Schellens und dem Ehepaar Staes-Joossens andere inspirieren wird, ebenfalls zur Entwicklung junger künstlerischer Talente beizutragen. Für viele Studierende des Konservatoriums kann finanzielle Unterstützung den Unterschied zwischen einem Traum, der Wirklichkeit wird, und einem unterentwickelten Talent ausmachen. "Durch Investitionen in Kunst und Kultur ermöglichen wir nicht nur individuelle Träume, sondern bereichern auch unsere gesamte Gesellschaft."

Wer interessiert ist, junge Künstler zu unterstützen, kann sich unter jens.vermeiren@ap.be in Verbindung setzen, um weitere Informationen über Spenden oder Erbschaften zu erhalten.

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